Letztes Jahr hatte ich die große Ehre auf der Berlinale Mitglied der Jury zu sein, die den Caligaripreis vergibt. Die Berlinale hat mehrere Sektionen, für unsere filmkulturelle Arbeit im Kommunalen Kino ist das “Forum” – früher “Internationales Forum des Jugen Films” – die spannendste. Im “Forum” gibt es am meisten zu entdecken, was ästhetisch und inhaltlich neue Wege des Films anbelangt. Und der Caligaripreis ist der Hauptpreis für einen Film des Forums. 2009 wurde “Love Exposure” ausgezeichnet, ein vierstündiger Film des japanischen Regisseurs Sion Sono. Glücklicherweise wurde der Film auch rasch von dem deutschen Verleih rapideyemovies, der sich auf das asiatische Kino spezialisiert hat, übernommen. Da es gar nicht so einfach ist, einen Vierstunden-Film unterzubringen und es nur eine einzige deutsche 35mm-Kopie des Films gibt, hat es etwas gedauert, bis wir den Film hier in Freiburg auf die Leinwand bringen konnten. Aber nun läuft er, am 6., 26. und 28. Februar. Und man sollte diesen grandiosen, fast vierstündigen, aber keine Minute langweiligen Film, nicht verpassen!
Eine Inhaltsangabe erspare ich mir und verweise auf die treffende Filmkritik von Mitjuror Rüdiger Suchsland in der FAZ. Und wer einen ersten Eindruck wünscht, hier ist der Trailer:

“Pink Film” ist ein spezifisch japanisches Subgenre des erotischen Films mit skurrilen regeln: Der Film muss auf 35mm gedreht sein, fünf Sexszenen enthalten, rund eine Stunde Laufzeit aufweisen und innerhalb vergleichsweise kurzer Zeit abgedreht worden sein. Ein Billiggenre, das ähnlich wie das amerikanische B-Movie Regisseuren aber auch kreativen Freiraum bot und zum Experimentierfeld wurde. Das 






