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	<title>Platz Nummer Acht &#187; Kommunalpolitik</title>
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		<title>MigrantInnenbeiratswahl: Wie ich beinahe nicht wählen durfte und dann nach langem Warten ein sehr durchwachsenes Ergebnis rauskam.</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Jul 2010 11:52:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommunalpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Freiburg]]></category>
		<category><![CDATA[MigrantInnenbeirat]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>

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		<description><![CDATA[Sonntag war Wahltag. Nicht nur in Hamburg, wo leider die schwarz-grüne Bildungsreform in einem ihrer Kernpunkte eine herbe Niederlage einstecken mußte. Da muß ich nicht auch noch was dazu schreiben, der Kommentar in der heutigen taz sagt dazu alles, was man in der ersten runde dazu sagen kann.
Sonntag war Wahltag auch in Freiburg. Gewählt wurde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sonntag war Wahltag. Nicht nur in Hamburg, wo leider die schwarz-grüne Bildungsreform in einem ihrer Kernpunkte eine herbe Niederlage einstecken mußte. Da muß ich nicht auch noch was dazu schreiben, der <a href="http://www.taz.de/1/nord/hamburg/artikel/1/stillstand-ueberall/">Kommentar in der heutigen taz</a> sagt dazu alles, was man in der ersten runde dazu sagen kann.</p>
<p>Sonntag war Wahltag auch in Freiburg. Gewählt wurde der neue MigrantInnenbeirat der Stadt, ich hatte ja <a href="http://timothy.simms.de/2010/06/22/migrantinnenbeiratswahl-jetzt-ins-wahlerregister-eintragen/">hier</a> auch schon geschrieben, warum das eine wichtige Wahl ist. Für mich selber lief die Wahl etwas schräg ab: Die Registrierung &#8211; hatte ich schon berichtet &#8211; war vollkommen problemlos und sehr bürgerInnenfreundlich. Ich bin um 11 Uhr in mein Wahllokal gegangen &#8211; ich war der achte Wähler an diesem morgen, die Damen und der Herr vom Wahllokal waren richtig froh drüber, mal wieder was zu tun zu haben. Während ich den Stimmzettel ausfülle, dann die Botschaft, ich sei garnicht im Wählerverzeichnis und dürfe nicht wählen. Man habe grade im Wahlamt angerufen. &#8220;Nun&#8221;, sagte ich, auf dieser Wahlbenachrichtung stehe aber, ich sei eingetragen. Man wollte mich schon unverrichteten Wahlakts zum Fahnenbergplatz schicken, doch dann kam ein Rückruf vom Wahlamt. Ich sei wohl doch eingetragen und so durfte ich wählen. In der Tat stand ich auf der Liste, nur war die Liste der registrierten (und nicht automatisch benachrichtigten WählerInnen) eben ganz hinten angeheftet&#8230;</p>
<p>Am Abend dann die Ergebnisverkündung. Ich ging &#8211; so hatte man mir das mitgeteilt &#8211; davon aus, dass so gegen acht Uhr erste Ergebnisse vorliegen. Gedauert es dann bis um 23 Uhr, bis das vorläufige Ergebnis <a href="http://www.freiburg.de/servlet/PB/show/1227043/statistik_infodienst_2010-Mig-Wahl-VORLAEUFIG.pdf">(PDF)</a> mitgeteilt wurde. Eine Verzögerung, die man gerne in Kauf genommen hätte, wenn es denn an der hohen Wahlbeteiligung gelegen hätte. Daran lags leider nicht. Die Wahlbeteiligung ist mit 6,1% ähnlich niedrig wie bei der letzten Wahl (6,4%). Es lag daran, dass enorm viele Briefwahlstimmen abgegeben wurden. Seitens des Wahlamts wurden zwar die AuszählerInnen für die beiden Briefwahlbezirke erhöht, aber offensichtlich nicht in dem Maße, dass eine Ergebnisbekanntgabe zu einer vernünftigen Zeit ermöglicht hätte. So standen wir &#8211; leider war als einziger weiterer Stadtrat nur mein Fraktionskollege Ibrahim Sarialtin zugegen, ansonsten viele KandidatInnen der <a href="http://www.migrantenbeirat-freiburg.de/search/label/Listen">acht Listen</a>, die zur Wahl standen sowie Sozialbürgermeister Ulrich von Kirchbach &#8211; reichlich uninformiert herum.</p>
<p>Das Ergebnis ist durchwachsen. Es ist schade, dass nicht mehr Menschen zur Wahl gingen, eine Steigerung der Wahlbeteiligung hätte dem MigrantInnenbeirat sicherlich mehr Gewicht und Legitimation gegeben. Aber: Das Wetter war gut und im Juli findet in Freiburg so viel statt, dass der Wahlkampf der sehr engagierten Listen für den Beirat leider unterging. Eine der zentralen Informationsveranstaltungen ausgerechnet auf den Halbfinalabend zu legen, war sicherlich auch nicht so gut. Das Wahlergebnis selbst: Positiv ist, dass viele der acht Listen nun auch im Beirat vertreten sind und einige neue Leute mit guten Ideen den Beirat bereichern können. Es kommt nun darauf an, das Engagement der letzten Wochen seitens aller KandidatInnen auch in eine starke politische Stimme seitens des MigrantInnenbeirats umzuwandeln. Ich bin sehr gespannt, wie das mit den Gewählten gelingt, und freue mich schon auf die Zusammenarbeit mit dem neuen MigrantInnenbeirat.</p>
<p>Ansonsten gilt natürlich das, was für alle Wahlen gilt: Man muß sich das Wahlergebnis nochmals genau anschauen und daraus für die nächste Wahl seine Schlüsse ziehen. Erstmalig war bei dieser Wahl auch eine Briefwahl möglich, die sehr gut angenommen wurde &#8211; 39% waren BriefwählerInnen, das sind rund doppelt so viele wie bei den letzten Kommunalwahlen oder bei der OberbürgermeisterInnenwahl. Die Briefwahlergebnisse weichen stark von den Ergebnissen der Wahllokale ab, offenbar wurde von einigen Listen mit Erfolg für die Briefwahl geworben.</p>
<p align="left"><a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=MigrantInnenbeiratswahl%3A+Wie+ich+beinahe+nicht+w%C3%A4hlen+durfte+und+dann+nach+langem+Warten+ein+sehr+durchw...+http://timothy.simms.de/?p=262" title="Post to Twitter"><img class="nothumb" src="http://timothy.simms.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/tt-twitter-micro3-de.png" alt="Post to Twitter" /></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Rede #2: Vergnügungssteuer</title>
		<link>http://timothy.simms.de/2010/05/19/rede-2-vergnugungssteuer/</link>
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		<pubDate>Wed, 19 May 2010 11:58:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Woche im Rat]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunalpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Freiburg]]></category>
		<category><![CDATA[Spielhalle]]></category>
		<category><![CDATA[Spielsucht]]></category>
		<category><![CDATA[Vergnügungssteuer]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 11.5. habe ich im Gemeinderat zum Thema Vergnügungssteuer geredet. Zum Hintergrund: Bislang hatte die Stadt Spielautomaten pauschal pro Gerät besteuert, nun soll dies &#8211; auch in Anpassung an die geltende Rechtslage &#8211; zielgenauer geschehen und die Gewinne besteuert werden. Der geplante (und dann auch &#8211; wenn ich mich recht entsinne &#8211; gegen die Stimmen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><i>Am 11.5. habe ich im Gemeinderat zum Thema Vergnügungssteuer geredet. Zum Hintergrund: Bislang hatte die Stadt Spielautomaten pauschal pro Gerät besteuert, nun soll dies &#8211; auch in Anpassung an die geltende Rechtslage &#8211; zielgenauer geschehen und die Gewinne besteuert werden. Der geplante (und dann auch &#8211; wenn ich mich recht entsinne &#8211; gegen die Stimmen von GAF und FDP so beschlossene) Vergnügungssteuersatz von 15% findet sich in dieser Höhe auch in Karlsruhe, Heidelberg und anderen baden-württembergischen Städten. Die Umstellung bedeutet für Automatenbetreiber eine Erhöhung um etwas über 100%, was natürlich die örtlichen Spielhöllenbetreiber nicht so toll finden. <a href="http://www.daniel-sander.de/sander-erhoehung-der-vergnuegungssteuer.html">Daniel Sander</a> hat auch zu diesem Thema geredet und geht auf die Sorgen und Nöte der alteingesessenen Spielbetriebe sowie der klammen Stadtkasse ein. Meine rede hatte einen anderen Akzent: Ich sehe die geplante Erhöhung als einen Baustein &#8211; neben Prävention und Baurecht &#8211; Spielhallen möglichs einzudämmen. Wir haben genug davon. Und vorgeschaltet die Begründung, weshalb Spielhallen problematisch sind, aber lest selbst:<br />
</i><br />
Als Friedrich Schiller sein berühmtes Diktum, dass der Mensch nur da ganz Mensch sei, wo er spielt, prägte, hatte er ganz gewiß nicht den Geldspielau­tomaten im Blick. Denn das Einwerfen von Münzen im Fünf-Sekunden-Takt hat wenig zu tun mit der ästhe­tischen Erziehung des Menschen, wie sie dem Dich­ter vorschwebte.</p>
<p>Was ist das aber für ein Spiel, dass am Automaten stattfindet? Handelt es sich um ein harmloses Ver­gnügen zur Unterhaltung? Forschungsergebnisse sprechen hier ein eindeutige Sprache. Eine reprä­sentative Untersuchung der Universität Bremen hat ergeben, dass Spielautomaten ein besonders hohes  Suchtpotential bergen, jeder zwölfte Spieler er­füllt die Kriterien einer pathologischen Spiel­sucht nach dem DSM-IV. Und diese Spielsüchtigen tätigen laut dieser Studie 40% der Geldeinsätze an Spielautomaten.</p>
<p>Meine Damen und Herren, laut Angaben des Fachver­bands Glückspielsucht haben 80% der Menschen, die aufgrund ihrer Spielsucht professionelle Hilfe su­chen, ihr Hauptproblem mit dem Automatenspiel.</p>
<p>Das ist nicht verwunderlich, denn Experten sind sich einig: Das Automatenspiel ist besonders suchtgefährdend: Es zeichnet sich aus, durch einen niedrigschwelligen Zugang, es zeichnet sich aus, durch eine rasche Spielabfolge und hohe Ereignis­frequenz. Die Novelle der Spielverordnung im Jahre 2006 hat diese Charakteristika des Automatenspiels  noch verschärft: Statt 12 Sekunden zwischen zwei Spielen, kann nun alle drei Sekunden gespielt wer­den – mehr Ereignisse, mehr Kick für den Spieler. Dass es nur um kleine Beträge gehe und der Spiel­spaß im Vordergrund stünde, stimmt so nicht: Zu­lässig sind 80 Euro Verlust und 500 € Gewinn pro Spielstunde – gerade für Menschen mit schmalen Geldbeutel sind also relativ große Verluste und Gewinne möglich. Dass diese Novelle die Expansion des Automatenspiels befördert hat, sieht man dar­an, dass die Umsätze seit 2005 um über 30% gestie­gen sind. Es ist an der Bundesregierung endlich für einen konsequenten  Schutz vor Spielsucht zu sorgen.</p>
<p>Was aber können wir in Freiburg tun? </p>
<p>Es ist richtig, nun ein Konzept zur Spielsuchtprä­vention in Freiburg zu erstellen. Wenn dieses vor­liegt, wird man sich über die Finanzierung unter­halten müssen – über eine Finanzierung, die sich am Konzept und an der Größe des Problems hier in Freiburg orientiert und die nicht davon abhängig sein sollte, was die Stadt an Vergnügungssteuer vereinnahmt. Das wäre sachfremd.</p>
<p>Es ist auch richtig – wie wir das ja immer wieder einstimmig praktizieren, so auch im letzten Bau­ausschuß – durch die Mittel des Planungsrechts eine Neuansiedlung von Spielhallen zu verhindern. Dass wir uns ständig mit neuen Spielhallenanträgen beschäftigen müssen, zeigt, dass es sich hier um ein lukratives Geschäft handelt. Kein Wunder – zahlt man in Freiburg doch bisher verglichen mit anderen Kommunen wenig Steuern auf Spielautomaten. </p>
<p>Wenn nun also die Stadt Freiburg erstmals seit 1993 die Gebühren anhebt und das auf ein Niveau vergleichbarer Großstädte wie z.B. Karlsruhe und Heidelberg, dann ist dies nicht nur gerechtfer­tigt, sondern auch im Zuge einer Politik, die der Spielsucht vorbeugen will, sinnvoll. Denn neben dem Baurecht, der Prävention gehört dazu auch ein Vergnügungssteuersatz, der angemessen ist.</p>
<p align="left"><a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Rede+%232%3A+Vergn%C3%BCgungssteuer+http://timothy.simms.de/?p=253" title="Post to Twitter"><img class="nothumb" src="http://timothy.simms.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/tt-twitter-micro3-de.png" alt="Post to Twitter" /></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die erste Rede im Plenum: Kulturhauptstadt</title>
		<link>http://timothy.simms.de/2010/04/30/die-erste-rede-im-plenum-kulturhauptstadt/</link>
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		<pubDate>Thu, 29 Apr 2010 22:29:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am Dienstag habe ich zum ersten Mal im Gemeinderat für die Fraktion gesprochen: Thema Kulturhauptstadt. Die Reaktionen waren interessant und passten zur Rede: Wer sich schon jetzt festgelegt hat und die Kulturhauptstadt &#8211; komme was da auch immer konzeptionell kommen mag &#8211; für eine super Sache hält, fand die Rede viel zu kritisch. Für die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Dienstag habe ich zum ersten Mal im Gemeinderat für die Fraktion gesprochen: Thema Kulturhauptstadt. Die Reaktionen waren interessant und passten zur Rede: Wer sich schon jetzt festgelegt hat und die Kulturhauptstadt &#8211; komme was da auch immer konzeptionell kommen mag &#8211; für eine super Sache hält, fand die Rede viel zu kritisch. Für die anderen Fraktionen sprachen übrigens Atai Keller (UL), Hans Essmann (SPD), Nikolaus von Gayling-Westphal (FDP) und Daniel Sander (CDU), dessen Rede übrigens auch<a href="http://www.daniel-sander.de/sander-kulturhauptstadt-europas.html"> online nachlesbar und nachhörbar ist</a>. Meine Rede:</p>
<p>Sehr geehrter Oberbürgermeister, sehr geehrte Damen und Herren,</p>
<p>wenn sich Projekte in einem frühen Stadium befinden, so ist das Reden über diese immer gefährlich: Einerseits besteht die Gefahr des Zerredens, andererseits besteht die Gefahr, sich etwas einzureden. Die Gefahr des Zerredens sehe ich hier nicht, wohl aber die Gefahr, sich etwas einzureden. Ohne das zum jetzigen Zeitpunkt eine vernünftige Entscheidungsgrundlage vorhanden wäre, hat es den Anschein, als würde so mancher ganz genau wissen, dass die Chancen, die eine Bewerbung ja vielleicht mit sich brächte, in Freiburg auf jeden Fall genutzt werden. Ohne zu wissen, was denn nun der Kern der Leitidee einer möglichen Bewerbung ist, ist man sich im Taumel der Autosuggestion schon ganz sicher: Egal was es wird, es wird ein Erfolg.<br />
Liebe Kolleginnen und Kollegen: Auch ich denke gerne positiv. Aber bevor ich mich auf die Wanderung mache, schaue ich dann doch ganz gerne in die Karte und packe auch meinen Kompaß ein. Für einen Spaziergang natürlich nicht. Aber hier geht es um ein großes Projekt, das mit beachtlichen Kosten verbunden ist. Um im Bild der Reise zu bleiben: Für mich sind vier Dinge wichtig, bevor ich mich auf den Weg mache – und dies in dieser Reihenfolge:</p>
<ul>
<li> Ist der Weg zu Ziel ein schöner und interessanter?</li>
<li> Ist das Ziel ein interessantes?</li>
<li> Kommen meine Wunsch-Reisegefährten mit?</li>
<li> Kann ich mir die Reise leisten?</li>
</ul>
<p>Ich fange hinten an: Ob wir uns die Bewerbung leisten können, dass werden wir im Rahmen der Haushaltsberatungen sehen. Wie teuer sie wird, dass hängt aber auch von Weg und Ziel ab. Gleiches gilt für die zweite Frage: Ob unsere Wunsch-Reisegefährten – genannt werden ja immer wieder Basel, Mulhouse – sich mit auf den Weg machen, dass hängt auch von Ziel und Weg ab.</p>
<p>Ist das Ziel nun ein Interessantes? Seit eineinhalb Jahren wird nun in der Stadtverwaltung an dem Projekt »Kern einer Leitidee einer Freiburger Bewerbung« gearbeitet. Vor rund zwei Monaten haben wir ein erstes internes Diskussionspapier hierzu im Kulturausschuß diskutiert. Dieses Papier hat vor allem eines gezeigt: Wir sind auf dem Weg zu einer schlüssigen und überzeugenden Leitidee, die ganz Freiburg für eine Bewerbung begeistern könnte, noch nicht allzu weit gekommen.</p>
<p>Ist der Weg dahin ein schöner und interessanter? Kann sein, muß aber nicht. Es ist nicht nur falsch, es ist auch gefährlich, sich einzureden, dass eine Stadt immer ganz automatisch davon profitiert, sich alsKulturhauptstadt zu bewerben. Gefährlich, weil man den Blick dafür zu verlieren droht, wie dieser Prozeß gestaltet sein könnte. Ja vielleicht sogar gestaltet sein muß, um für unsere Stadt, für Freiburg ein guter Prozeß zu sein. Es reicht eben nicht, sich nur auf eine Leitidee zu verständigen, vielmehr müssen wir uns auch über die Art und Weise des Bewerbungsprozesses verständigen.</p>
<p>Wollen wir einen Bewerbungsprozeß, der weiterhin 30seitige Impulspapiere produziert, die selbst beim akademisch vorgebildeten und kulturpolitisch interessierten Leser keine Begeisterung hervorzurufen vermögen? Glauben wir etwa so die Bürgerinnen und Bürger Freiburgs erreichen zu können? Wollen wir Geld ausgeben für kulturpolitische Papiere, für Kulturplanung, für Verwaltung von Kultur? Oder wollen wir nicht vielmehr ein Bewerbungsverfahren, dass sich selbst auf ästhetisch-künstlerisches Projekt begreift? Und würde ein solcher künstlerischer Bewerbungsprozess nicht auch viel besser zu Freiburg und vor allem dem Freiburg, das wir uns in Freiburg wünschen, passen?<br />
In diesem Herbst wird die Entscheidung fallen, ob wir uns auf den Weg machen wollen. Zwei Jahre lang wird dann die Verwaltung diese Entscheidung vorbereitet haben, Wir sind gespannt auf die Diskussion diesen Herbst, die wir dann hoffentlich auf fundierter Basis führen können: fundiert, was die Leitidee anbelangt, was eine mögliche Finanzierung anbelangt. Fundiert, was eine Einbeziehung der Region, was die Ausgestaltung des Bewerbungsprozess anbelangt. Wir sind gespannt auf diese Diskussion und die Entscheidung im Herbst. Ein Diskussion ohne das die Idee der Kulturhauptstadtsbewerbung im Vorfeld zerredet wurde, aber auch eine Diskussion ohne sich im Vorfeld abstrakt ein Projekt eingeredet zu haben, ohne sich die Frage ehrlich beantworten zu können, wie eine Kulturhauptstadt Freiburg überhaupt aussehen könnte.</p>
<p align="left"><a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Die+erste+Rede+im+Plenum%3A+Kulturhauptstadt+http://timothy.simms.de/?p=248" title="Post to Twitter"><img class="nothumb" src="http://timothy.simms.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/tt-twitter-micro3-de.png" alt="Post to Twitter" /></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Woche im Rat: Verkehrspolitik von Gestern.</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Nov 2009 19:08:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim</dc:creator>
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		<category><![CDATA[UL]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Woche in Zahlen:

3 Stunden Gemeinderat mit Drucksachen im Gewicht von 780g.
3 Stunden Bauausschuss mit Drucksachen im Gewicht von 1084g.
2,5 Stunden Fraktionssitzung
4,5 Stunden Arbeitskreis- o.ä. Sitzungen
3 Stunden Infoveranstaltung für Aufsichtsräte
1,5 Stunden sonstiger Rathaustermin
2,5 Stunden Kreismitgliederversammlung

Was die Woche gut war: die Informationsveranstaltung, die die Stadtverwaltung für die Aufsichtsräte organisiert hat, war sehr interessant und lehrreich. Und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Woche in Zahlen:</p>
<ul>
<li>3 Stunden Gemeinderat mit Drucksachen im Gewicht von 780g.</li>
<li>3 Stunden Bauausschuss mit Drucksachen im Gewicht von 1084g.</li>
<li>2,5 Stunden Fraktionssitzung</li>
<li>4,5 Stunden Arbeitskreis- o.ä. Sitzungen</li>
<li>3 Stunden Infoveranstaltung für Aufsichtsräte</li>
<li>1,5 Stunden sonstiger Rathaustermin</li>
<li>2,5 Stunden Kreismitgliederversammlung</li>
</ul>
<p><em>Was die Woche gut war</em>: die Informationsveranstaltung, die die Stadtverwaltung für die Aufsichtsräte organisiert hat, war sehr interessant und lehrreich. Und auch nötig: Demnächst steht die erste Aufsichtsratssitzung bei der VAG an.</p>
<p><em>Was die Woche nicht gut war</em>: Die Entscheidung zu den Gutleutmatten. Demnächst startet der Wettbewerb zu diesem Wohnquartier, dass in Haslach entstehen soll, und im Rat wurden die Eckpunkte des Wettbewerbs diskutiert. Für uns ein Anliegen (siehe auch unseren <a href="http://jf-gruene.de/presse/details/article/baugebiet-gutleutmatten.html">Brief an die Verwaltung</a>): Das Verkehrskonzept. In einem vom ÖPNV sehr gut angebundenen und kleinen  Quartier wie den Gutleutmatten wäre aus grüner Sicht eigentlich sinnvoll geworden, 100% Stellplatzfreiheit zu fordern (das heißt: Stellplätze nicht direkt bei/unter den Wohneinheiten, sondern  in Quartiersgaragen am Rand des Quartiers). Zum Ein- und Ausladen wäre natürlich möglich, vors eigene Haus/die eigene Wohnung zu fahren. Aber den Großteil der Zeit würden die Wege im Viertel den Menschen zurückgegeben und Spiel und Lebensort. Wie klasse sowas ist, sieht man im Vauban. Mit einer schlauen Planung wären die Wege von der Wohnung zur Quartiersgarage maximal 150m. (Davon kann übrigens meine Lebensgefährtin nur träumen &#8211; oft muß sie das Auto wesentlich weiterweg parken&#8230; wir wohnen am Rande der Innenstadt.) Gefordert haben wir 75% Stellplatzfreiheit (im Vauban sind es knapp 50%). Außer der UL haben alle Fraktionen und Gruppierungen (auch die sich ja immer gern als besser Grüne gerierenden GAFfer) unseren Antrag abgelehnt. Das heißt: 25% Stellplatzfreiheit ist nun die Vorgabe &#8211; gerade mal die Hälfte vom Vauban. Eine verpasste Chance und Verkehrspolitik von Gestern.</p>
<p align="left"><a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Die+Woche+im+Rat%3A+Verkehrspolitik+von+Gestern.+http://timothy.simms.de/?p=206" title="Post to Twitter"><img class="nothumb" src="http://timothy.simms.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/tt-twitter-micro3-de.png" alt="Post to Twitter" /></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Piraten machen aus Kirchbach General!</title>
		<link>http://timothy.simms.de/2009/11/19/piraten-machen-aus-kirchbach-general/</link>
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		<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 17:37:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim</dc:creator>
				<category><![CDATA[OB-Wahl]]></category>
		<category><![CDATA[Freiburg]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunalpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[OB-Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>
		<category><![CDATA[Sachen zum Lachen]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Ulrich von Kirchbach]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit der Europawahl schaue ich abundzu auf der Seite der Freiburger Piratenpartei vorbei, zum einen finde ich es spannend, eine Partei über ein Wiki zu organisieren, zum zweiten habe ich bei fudder mit einem der Piraten recht konstruktiv diskutiert &#8211; da scheinen also auch Leute dabei zu sein, die ganz vernünftig sind, zum dritten finde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit der Europawahl schaue ich abundzu auf der Seite der Freiburger Piratenpartei vorbei, zum einen finde ich es spannend, eine Partei über ein Wiki zu organisieren, zum zweiten habe ich bei fudder mit einem der Piraten recht konstruktiv diskutiert &#8211; da scheinen also auch Leute dabei zu sein, die ganz vernünftig sind, zum dritten finde ich es ganz interessant zu beobachten, wie sich die Partei nun nach dem Wahlkampf-Adrenalin und im langweiligen Tagesgeschäft weiterentwickelt. Als grüner Kommunalo finde ich es auch interessant, dass es mittlerweile eine <a href="http://wiki.piratenpartei.de/Stammtisch_Freiburg/Lokalpolitik">AG Lokalpolitik</a> gibt und überlegt wird, bei der OB-Wahl mitzumischen und man daher schon mit der potentiellen Feindbeobachtung anfängt. Witzig, was die Piraten, die sich ja als besonders webkompetent geben, über unseren Kultur- und Sozialbürgermeister und SPD-OB-Kandidaten schreiben:</p>
<blockquote>
<h4><span>Ulrich von Kirchbach (SPD)</span></h4>
<ul>
<li> Geboren 1956</li>
<li> Jurist</li>
<li> 1998 auf Anregung von Helmut Kohl zum Generalinspekteur der Bundeswehr berufen. Trat sein Amt erst nach Regierungsübernahme von Rot/Grün an! Nach nur einem Jahr im Amt beantragte er bei Verteidigungsminister Rudolf Scharping zum 20. Juni 2000 die Versetzung in den einstweiligen Ruhestand. Dies löste in den Medien umfangreiche Spekulation um interne Konflikte zwischen von Kirchbach und Scharping aus!</li>
</ul>
<p>(<a href="http://wiki.piratenpartei.de/Stammtisch_Freiburg/Lokalpolitik#Ulrich_von_Kirchbach_.28SPD.29">Quelle: Piraten Partei Freiburg</a>)</p></blockquote>
<p>Die harten Facts über von Kirchbach stammen wortwörtlich aus der<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Peter_von_Kirchbach"> Wikipedia</a>, aber man hat sich da wohl einen Hans-Peter für einen Ulrich vormachen lassen.</p>
<p>UPDATE: Die Piraten haben ihre Seite mittlerweile geändert, hier <a href="http://wiki.piratenpartei.de/index.php?title=Stammtisch_Freiburg/Lokalpolitik&amp;oldid=407577#Ulrich_von_Kirchbach_.28SPD.29">die alte Version</a>.</p>
<p align="left"><a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Piraten+machen+aus+Kirchbach+General%21+http://timothy.simms.de/?p=202" title="Post to Twitter"><img class="nothumb" src="http://timothy.simms.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/tt-twitter-micro3-de.png" alt="Post to Twitter" /></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Rat in Zahlen</title>
		<link>http://timothy.simms.de/2009/10/21/rat-in-zahlen/</link>
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		<pubDate>Wed, 21 Oct 2009 16:40:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Woche im Rat]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunalpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Freiburg]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtrat]]></category>

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Leider komme ich zur Zeit kaum zum Bloggen: Vielzuviele Termine. Das hat u. a. folgende Gründe: Im Herbst liegen die Sitzungen dichter als im Frühjahr/Sommer. Es gibt eine ganze Reihe von Veranstaltungen für die neuen Ratsmitglieder. Als Neuling muß man sich auch erstmal zurechtfinden. Deshalb statt Inhalten erstmal ein Überblick in Zahlen über die sechs [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Leider komme ich zur Zeit kaum zum Bloggen: Vielzuviele Termine. Das hat u. a. folgende Gründe: Im Herbst liegen die Sitzungen dichter als im Frühjahr/Sommer. Es gibt eine ganze Reihe von Veranstaltungen für die neuen Ratsmitglieder. Als Neuling muß man sich auch erstmal zurechtfinden. Deshalb statt Inhalten erstmal ein Überblick in Zahlen über die sechs Wochen Rat, die ich bislang hinter mich gebracht habe.</p>
<ul>
<li>Offizielle Sitzungen: drei Gemeinderatssitzungen, eine Gemeinderatsklausur, zwei Sitzungen des Bauausschusses, je eine Sitzung des Verkehrs-, Kultur-, Migrations- und Personalausschußes, je eine Sitzung der Verbandsversammlungen des ZRF (Zweckverband Regionahverkehr Freiburg) und der Region Freiburg und eine Vorstandssitzung des Vereins »Haus der Begegnung Landwasser«. Insgesamt: 32 Stunden.</li>
</ul>
<ul>
<li>Sonstige Termine mit Stadtverwaltung: Infoveranstaltung Umweltpolitik des Dezernats II, Infoveranstaltung Vauban, Begehung E-Werk, Fraktionsgespräch Kulturausschuß. Insgesamt: 7 Stunden</li>
</ul>
<ul>
<li>Fraktionstermine: Fraktionsklausur, sechs Fraktionssitzungen. Insgeamt: 28 Stunden</li>
</ul>
<ul>
<li>Politische Vorgespräche und Vorort-Gespräche: vier Stück, insgesamt 7 Stunden.</li>
</ul>
<ul>
<li>Arbeitskreise von Partei/Fraktion, fachpolitische Vorbereitungstreffen: 6 Treffen; insgesamt 10 Stunden.</li>
</ul>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Macht also immerhin 14 Stunden pro Woche.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Nicht berücksichtigt sind: Politische Vor- und Nach- und Einzelgespräche, Sitzungsvorbereitung, Recherche, Repräsentationstermine. Das Ganze ist also mindestens ein Halbtagsjob.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p align="left"><a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Rat+in+Zahlen+http://timothy.simms.de/?p=198" title="Post to Twitter"><img class="nothumb" src="http://timothy.simms.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/tt-twitter-micro3-de.png" alt="Post to Twitter" /></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Kein Grund zur Zufriedenheit</title>
		<link>http://timothy.simms.de/2009/09/30/kein-grund-zur-zufriedenheit/</link>
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		<pubDate>Tue, 29 Sep 2009 23:13:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bundestagswahl 2009]]></category>
		<category><![CDATA[Gruene]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunalpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Direktmandat]]></category>
		<category><![CDATA[Freiburg]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlanalyse]]></category>

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Wahlergebnisse sind interpretierbar, und wenn man es sich leicht machen möchte, dann kann haben wir in Freiburg einen weiteren grünen Erfolg feiern können. Denn: Trotz Erststimmenwahlkampf mit angezogener Handbremse konnte Kerstin Adreae ihren Erststimmenanteil verdoppeln ohne dass das Direktmandat an den CDU-Kandidaten gegangen wäre. Und: In der Stadt Freiburg sind die Grünen zum dritten Mal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { size: 21cm 29.7cm; margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Wahlergebnisse sind interpretierbar, und wenn man es sich leicht machen möchte, dann kann haben wir in Freiburg einen weiteren grünen Erfolg feiern können. Denn: Trotz Erststimmenwahlkampf mit angezogener Handbremse konnte Kerstin Adreae ihren Erststimmenanteil verdoppeln ohne dass das Direktmandat an den CDU-Kandidaten gegangen wäre. Und: In der Stadt Freiburg sind die Grünen zum dritten Mal in diesem Jahr die stärkste Partei. Die meisten Stimmen bei Europawahl, Kommunalwahl und nun auch bei den Zweitstimmen. Der Wahlkampf hat großen Spaß gemacht, die Mitgliedermobilisierung hat gut funktioniert und diesen Schwung können wir jetzt nutzen. Das ist toll.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Aber: Wir sind nur die stärksten geworden, weil die anderen massiv verloren haben. Wir haben in allen drei Wahlen nicht dazugewinnen können – im Gegenteil, während die Grünen nahezu überall zulegen konnten, haben wir in Freiburg verloren. -4,3 Prozent bei der Europawahl, -1,9 Prozent bei der Kommunalwahl, -0,9 Prozent der Zweitstimmen. Dass das Ergebnis im Wahlkreis 281 mit 22,8 Prozent gehalten werden konnte, liegt am ländlichen Teil des Wahlkreises: Dort konnten die Grünen zulegen. Zulegen konnten sie auch in denländlich geprägten Freiburger Tuniberg-Ortschaften. In der Stadt selbst hingegen haben die Grüne durch die Bank weg verloren, am stärksten im Vauban (-10,2%, die Grünen haben dort jedeN sechsteN WählerIn verloren). Woran liegt das? Verlieren/Stagnieren die Grünen generell in großstädtischen Milieus? Die Wahlergebnisse in vielen anderen Städten in Baden-Württtemberg und bundesweit können diese These nicht stützen. Sind neue Kleinparteien wie die Piraten daran schuld? In anderen Kommunen mit höherem Piratenanteil konnten die Grünen trotzdem zulegen (z.B. in Karlsruhe). Oder die Linke? Die tritt anderswo auch an und hat dort höhere Zuwächse wie hier in Freiburg. Liegt es daran, dass die Grünen Regierungspartei sind und den Oberbürgermeister stellen? In Tübingen und Konstanz konnten die Grünen trotzdem zulegen. Liegt es an schwarz-grün (bzw daran, dass die Haushaltssanierung der letzten Jahre zusammen mit der CDU getragen wurde)? Seltsamerweise haben die Grünen in Hamburg leicht zulegen können – trotz Moorburg.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Einfache Antworten bringens also nicht und dennoch ist Freiburg anders. Meine Erfahrung aus dem Straßenwahlkampf: Die Leute sind nicht allzu gut über unsere Kommunalpolitik informiert und nehmen diese verzerrt war. Nicht alle lesen BZ und das Amtsblatt. Wir sollten auch andere Kanäle nutzen. Und die wahlkampffreie Zeit sollte keine Infostandlose Zeit bleiben. Auch wenns mühsam ist: Mit guten Argumenten lassen sich neue WählerInnen gewinnen und alte zurückholen &#8211; und die guten Argumente haben wir!</p>
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		<title>Verpasst: Alkoholverbotsverbot</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Aug 2009 15:24:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gruene]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunalpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Alkoholverbot]]></category>
		<category><![CDATA[Bermuda-Dreieck]]></category>
		<category><![CDATA[Dieter Salomon]]></category>
		<category><![CDATA[Freiburg]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne]]></category>

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		<description><![CDATA[Da ist man mal zwei Wochen im Urlaub und schon passiert was: Das Freiburger Alkoholverbot im Bermudadreieck wurde vom VGH Mannheim gekippt. Gut so. Jene, die wie z.B. OB Dieter Salomon der Auffassung sind, dass das Verbot im Bermudadreieck ein sinnvoller Baustein kommunaler Alkohol- und Gewaltpräventionspolitik ist und auch künftig sein könnte, fordern nun die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da ist man mal zwei Wochen im Urlaub und schon passiert was: Das Freiburger Alkoholverbot im Bermudadreieck wurde vom VGH Mannheim gekippt. Gut so. Jene, die wie z.B. OB Dieter Salomon der Auffassung sind, dass das Verbot im Bermudadreieck ein sinnvoller Baustein kommunaler Alkohol- und Gewaltpräventionspolitik ist und auch künftig sein könnte, fordern nun die Schaffung rechtlicher Grundlagen für derlei kommunale Verbotspolitik seitens des Landes. Daran ist nichts auszusetzen: Wer eine als richtig erkannte Politik weiterführen will, der Gesetze entgegenstehen, der versucht diese Gesetze zu ändern.<br />
Nur: Ich habe bislang noch keine überzeugenden Argumente gehört, die die Sinnhaftigkeit dieser Verbotspolitik belegen. Die Polizei kann auch ohne Alkoholverbot präsent sein. SozialarbeiterInnen können auch ohne Alkoholverbot mit Jugendlichen ins Gespräch kommen. Vielleicht beides sogar viel effektiver, weil es dann nicht mehr zu der beobachtbaren Verlagerung des Alkoholkonsums in andere,&#8221;erlaubte&#8221; Bereiche der Stadt kommt. Mit anderen Worten: Es handelt sich mE nicht um eine sinnvolle Maßnahme, sondern vielmehr um rein symbolische Politik. Um sehr erfolgreiche allerdings: Andere Städte interessieren sich nach Presseberichten ja lebhaft für die Freiburger Verbotspolitik.<br />
Zum Weiterlesen: <a href="http://www.gruenesfreiburg.de/2009/07/28/freiburger-alkoholverbote-20-fuer-die-freiheit/trackback/">Gruenes Freiburg</a>, <a href="http://blog.gruene-bw.de/2009/07/28/gruenzeug-am-mittwoch-025-gruenes-alkoholverbot-war-gestern/">Grüner Blog BW</a> dort auch sehr engagierte Diskussion über Reaktionen auf grüner Landesebene.</p>
<p align="left"><a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Verpasst%3A+Alkoholverbotsverbot+http://timothy.simms.de/?p=126" title="Post to Twitter"><img class="nothumb" src="http://timothy.simms.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/tt-twitter-micro3-de.png" alt="Post to Twitter" /></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Stadtrat neu sortiert: Alles beim Alten.</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Jul 2009 11:24:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommunalpolitik]]></category>
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		<category><![CDATA[Grüne]]></category>
		<category><![CDATA[Junges Freiburg]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturliste]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtrat]]></category>
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		<category><![CDATA[UL]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem gestern schon bekannt wurde, dass Junges Freiburg wieder eine Fraktionsgemeinschaft mit den Grünen eingeht, hat sich heute nun geklärt, wie es mit einem Großteil der anderen weitergeht: Die Unabhängigen Frauen, die Linke Liste und die Kulturliste werden wieder gemeinsam als &#8220;Unabhängige&#8221; Listen firmieren. Unklar noch, was die sogenannte &#8220;Grüne&#8221; Alternative macht. Was Fraktionsgemeinschaften anbelangt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem gestern schon bekannt wurde, dass Junges Freiburg wieder eine Fraktionsgemeinschaft mit den Grünen eingeht, hat sich heute nun geklärt, wie es mit einem Großteil der anderen weitergeht: Die Unabhängigen Frauen, die Linke Liste und die Kulturliste werden wieder gemeinsam als &#8220;Unabhängige&#8221; Listen firmieren. Unklar noch, was die sogenannte &#8220;Grüne&#8221; Alternative macht. Was Fraktionsgemeinschaften anbelangt, bleibt im neuen Gemeinderat also alles beim Alten. Der große Verlierer beim neuen Fraktionsstricken ist die SPD. In einem Gespräch mit TV Südbaden glaubte Frau Rolland(SPD) gestern noch an eine 50%-Chance, die Kulturliste zur SPD ziehen zu können. Ich persönlich hätte auch eher darauf getippt, dass die Kulturliste diesmal mit der SPD zusammengeht.<br />
Wie ist das zu bewerten: Die LISST konnte als einzige UL zulegen. Es ist zu bedürchten, dass damit eine sich als vergleichsweise dogmatisch verstehende Linke noch stärker die UL prägen wird als dies jetzt schon der Fall ist &#8211; ich bin gespannt, wie sich das entwickelt, zumal ja Kinobetreiber Michael Wiedemann der zweite Kulturlistenstadtrat ist, dem ich durchaus die eine oder andere Überraschung zutraue. Fundamentalopposition passt irgendwie nicht zu einem schlauen Geschäftsmann wie er einer ist. Auf Junges Freiburg bei uns Grünen freue ich mich, Simone Pflaum wird gut in die neue Fraktion passen und das wird sicher eine tolle Zusammenarbeit.</p>
<p align="left"><a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Stadtrat+neu+sortiert%3A+Alles+beim+Alten.+http://timothy.simms.de/?p=117" title="Post to Twitter"><img class="nothumb" src="http://timothy.simms.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/tt-twitter-micro3-de.png" alt="Post to Twitter" /></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Welche Beteiligung hättense denn gerne?</title>
		<link>http://timothy.simms.de/2009/06/23/welche-beteiligung-hattense-denn-gerne/</link>
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		<pubDate>Tue, 23 Jun 2009 00:21:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommunalpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerbeteiligung]]></category>
		<category><![CDATA[Beteiligungshaushalt]]></category>
		<category><![CDATA[Freiburg]]></category>

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		<description><![CDATA[Freiburgs Beteiligungshaushalt soll abgespeckt werden so berichtete die Badische Zeitung am Montag. Hintergrund: Die (nichtöffentliche) Vorberatung des Themas Beteiligungshaushalts im Hauptausschuß. Im Gemeinderat beschloßen wird zu diesem Thema dann am Dienstag nächste Woche.
Grund zurück zu blicken: Im Vorfeld der letzten Haushaltsberatungen wurden erstmals in Freiburg verschiedene Module erprobt, um die Bürger stärker an der Erstellung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.badische-zeitung.de/freiburg/freiburgs-beteiligungshaushalt-soll-abgespeckt-werden">Freiburgs Beteiligungshaushalt soll abgespeckt werden</a> so berichtete die Badische Zeitung am Montag. Hintergrund: Die (nichtöffentliche) Vorberatung des Themas Beteiligungshaushalts im Hauptausschuß. Im Gemeinderat beschloßen wird zu diesem Thema dann am Dienstag nächste Woche.</p>
<p>Grund zurück zu blicken: Im Vorfeld der letzten Haushaltsberatungen wurden erstmals<a href="http://freiburg.de/servlet/PB/menu/1175574_l1/index.html"> in Freiburg verschiedene Module erprobt</a>, um die Bürger stärker an der Erstellung des Haushaltsplans zu beteiligen:</p>
<ul>
<li>eine repäsentative Umfrage mit Rücklauf von knapp 50% der 5.000 angeschriebenen Personen</li>
<li>eine Internetplattform mit Haushaltsrechner, Wiki und Foren</li>
<li>eine Stadtkonferenz mit knapp 200 Teilnehmern</li>
</ul>
<p>Die Ergebnisse waren heterogen. Je nachdem, welchem Instrument mensch mehr Bedeutung zumisst, kann mensch also sehr schön die eigene Position als durch die Bürgerbeteiligung abgesegnet betrachten. Der ganze Spaß war aber alles andere als billig, sondern hat knapp 700.000 Euronen gekostet. War es das wert? Nun sind 700.000 Euro eine Menge Geld und wer sich den Haushaltsplan der Stadt Freiburg anschaut, kann dort nachlesen, was mensch mit dem Geld so alles machen könnte&#8230; Der finanzielle Aufwand ist für die Zukunft eines Beteiligungshaushalts aber nicht die entscheidende Frage. Diese scheint mir eher darin zu liegen, was mensch mit Beteiligung denn überhaupt meint.</p>
<p>Meines Erachtens kann damit zweierlei gemeint sein: Erstens eine Mitbestimmung im Sinne eines Mitentscheidens. Aber warum brauchen wir denn dazu einen Beteiligungshaushalt? Wer will, kann doch auch so schon mitentscheiden: In Parteien, Vereinen und BIs sich organisieren, mit Stadträten, Bürgermeistern und Abgeordneten telefonieren. Oder einen Bürgerentscheid initiieren. Die äußerst schwache Beteiligung an der Stadtkonferenz hat gezeigt, dass offenbar kaum Interesse an einem Beteiligungshaushalt besteht &#8211; zumindest kein so weit tragendes Interesse, für dass man einen halben Tag Freizeit opfern würde. Nun kann man hier den für schriftliche Befragungen durchaus passablen Rücklauf der Umfrage anführen: Da hat man repräsentative Ergebnisse, eine klare Prioritätensetzung der BürgerInnen. Aber sollte sich Politik tatsächlich von Demoskopie abhängig machen? (An dieser Stelle der Hinweis auf <a href="http://blog.till-westermayer.de/index.php/2009/05/20/kurz-starkes-beispiel-fur-die-schwache-von-meinungsumfragen/">ein starkes Beispiel für die Schwäche von Meinungsumfragen</a>) Damit ich nicht mißverstanden werde: Ich bin sehr für mehr Elemente direkter Demokratie. Aber zu jedem Bürgerentscheid sollte es einen Wahlkampf geben, in dem die politischen Interessengruppen Informationen und Positionen kommunizieren. Das ist etwas anderes als eine Meinungsumfrage &#8211; egal wie repräsentativ sie ist.</p>
<p>Mit Beteiligung kann aber auch die Einsicht gemeint sein, dass es signifikante Bevölkerungsteile gibt, die bislang außerhalb des politischen Prozeßes stehen. Dann ist weniger ein &#8220;Mitentscheiden&#8221; gemeint, sondern vielmehr eine Integration dieser Bevölkerungsteile. Dass das nicht über eine Umfrage funktionieren kann, versteht sich von selbst (dass diese Umfrage durchaus interessant sein kann, übrigens auch. Nur: Mit Beteiligung hat das erst einmal nichts auf sich). Wer Beteiligung in diesem Sinne will, der muß sich vielmehr überlegen, wer bislang außerhalb des politischen Prozeßes steht und wie er diese Menschen einbinden kann (eine eher traditionelle Veranstaltungsform wie die Stadtkonferenz &#8211; das hat sich klar gezeigt &#8211; hilft hier kaum, sie bietetim Großen und Ganzen schon anderweitig organisierten Interessen eine weitere Spielwiese) . Die Internetplattform ist für mich daher der interessanteste Teil des Beteiligungshaushalts gewesen (Leider nicht optimal umgesetzt, insbesondere waren die ModeratorInnen teilweise eklatant unwissend über den Haushaltsplan). Mein Eindruck: Viele junge Menschen sind politisch hochinteressiert und durchaus kompetent. Auf ein herkömmliches Engagement haben sie aber keine Lust. Eine intellegente Internet-Beteiligungsform gewinnt diese Menschen vielleicht auch für die RL-Politik zurück. Es wäre schade auf die Ideen dieser Menschen verzichten zu müssen, weil sie sich lieber garnicht beteiligen. Nun geht es nicht nur um die netzaffine Jugend. Für andere Gruppen sollte man andere Konzepte entwickeln. Das braucht Zeit.</p>
<p align="left"><a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Welche+Beteiligung+h%C3%A4ttense+denn+gerne%3F+http://timothy.simms.de/?p=92" title="Post to Twitter"><img class="nothumb" src="http://timothy.simms.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/tt-twitter-micro3-de.png" alt="Post to Twitter" /></a></p>]]></content:encoded>
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