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	<title>Platz Nummer Acht &#187; Kulturpolitik</title>
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		<title>4000 Zeichen zur Kulturhauptstadt</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Mar 2011 21:48:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit geraumer Zeit geistert das Thema &#8220;Kulturhauptstadt&#8221; durch Freiburg, ich hatte hierzu ja schon zweimal im Stadtrat geredet (Rede 1, Rede 2). Die Badische Zeitung hat nun eine Reihe gestartet und lässt die Stadtratsfraktionen zu Wort kommen, ich habe für unsere Fraktion den untenstehenden Gastbeitrag geschrieben, in den verschiedene Diskussionen in der Fraktion und insbesondere [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Seit geraumer Zeit geistert das Thema &#8220;Kulturhauptstadt&#8221; durch Freiburg, ich hatte hierzu ja schon zweimal im Stadtrat geredet (<a title="Die erste Rede im Plenum: Kulturhauptstadt" href="http://timothy.simms.de/2010/04/30/die-erste-rede-im-plenum-kulturhauptstadt/">Rede 1</a>, <a title="Und wieder: Kulturhauptstadt" href="http://timothy.simms.de/2011/01/10/und-wieder-kulturhauptstadt/">Rede 2</a>). Die Badische Zeitung hat nun eine Reihe gestartet und lässt die Stadtratsfraktionen zu Wort kommen, ich habe für unsere Fraktion den untenstehenden Gastbeitrag geschrieben, in den verschiedene Diskussionen in der Fraktion und insbesondere im AK Kultur der Freiburger Grünen eingeflossen sind. Sicherlich hätte man einiges noch besser ausführen können, aber ich hatte leider nur 4000 Zeichen Platz. Also:</em></p>
<p>Ein Jahr als Kulturhauptstadt kann aufregend sein: Spannende Veranstaltungen in allen Kultursparten, KünstlerInnen entwickeln neue, aufregende Sichtweisen auf die Stadt, die Feuilletons aus ganz Europa berichten. Wenn es gut läuft, wird man sich auch Jahre später an ein beeindruckendes Festival erinnern. Und vielleicht taugt die Eventkultur auch als touristische Werbung. Die Erfahrung bisheriger Kulturhauptstädte zeigt jedoch auch, dass ein Kulturhauptstadt-Jahr teuer ist. Ob das Geld gut angelegt ist, lässt sich nicht so einfach beantworten. Klar ist jedenfalls: Der Aufbau kultureller Infrastruktur kostet nicht nur einmal Geld, sondern belastet den städtischen Haushalt auch in den Folgejahren. Bei knappen Kassen besteht die Gefahr, dass dies zulasten der vorhanden kulturellen Infrastruktur geht.</p>
<p>Die eigentliche Herausforderung für einen gelungenen Auftritt als Kulturhauptstadt ist, die Identität einer Stadt nachhaltig zu verändern. Die Erfolgsbeispiele, die immer wieder angeführt werden – Glasgow, Lille und das Ruhrgebiet (wobei sich hier der Erfolg erst noch zeigen muss) – betrafen industriell geprägte Städte, die einen massiven Strukturwandel zu bewältigen hatten, und bislang kaum als Kulturorte wahrgenommen wurden. Das gilt für Freiburg sicherlich nicht. Wir können uns nicht so einfach als Kulturstadt, die wir schon sind, neu erfinden.</p>
<p>Die vom Kulturamt vorgelegte &#8220;Leitidee&#8221; für die Bewerbung zur Kulturhauptstadt ist schwammig und unbestimmt. Unter der Überschrift &#8220;Kultur der Stadt&#8221; wird ein inhaltlicher Gemischtwarenladen präsentiert, der versucht, es allen irgendwie recht zu machen. Damit verschenkt dieser Entwurf das Potenzial unserer Stadt. Freiburg hat eine Vorreiterrolle in Ökologie und Klimaschutz – und das ist kein Zufall: Schon früh wurde hier gegen Atomkraftwerke und andere umweltschädliche Industrien gekämpft, grenzüberschreitend mit den Umweltschützern aus dem Elsass und der Schweiz. Direkt am Schwarzwald gelegen und mit einem Stadtwald, der bis an die Häuser reicht, ist der Wert einer intakten Natur in Freiburg besonders greifbar.</p>
<p>&#8220;Wir haben die Erde nur von unseren Kindern geborgt&#8221; – mit diesem Plakat gelang den Grünen 1983 erstmals der Einzug in den Bundestag. Damit waren nicht nur die Themen der sozialen Bewegungen – Umweltschutz, Feminismus, Frieden und Protest gegen Atommeiler – parlamentarisch vertreten, sondern es zog auch eine andere Kultur in das Hohe Haus ein. Die sozialen Bewegungen waren von Anfang an auch kulturelle Bewegungen. Denn die Frage, wie wir künftig auf dieser Welt überleben können, war immer auch eine Frage, wie wir in dieser Gesellschaft leben wollen.</p>
<p>Viel hat sich getan: Windräder drehen sich über Freiburg, Passivhäuser werden gebaut, Solarmodule funkeln auf den Dächern. Viel wurde erreicht – durch Technik. Der Klimaschutz hat in den Städten begonnen und Freiburg hat hier eine Vorreiterrolle übernommen. In Shanghai präsentierte sich die Green City mit dem Modellstadtteil Vauban, jedes Jahr kommen zahllose Delegationen, um von Freiburg zu lernen.</p>
<p>Aber die Frage nach umwelt- und klimaverträglichen Lebensstilen ist immer noch nicht ausreichend in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Das lässt sich beispielsweise an den enormen Energiesparpotenzialen in privaten Haushalten ablesen. Trotz aller technischen und politischen Fortschritte zeigt sich: Der Klimawandel ist auch eine kulturelle Herausforderung.<br />
Appelle an die Bevölkerung reichen nicht aus. Es ist an der Zeit, dass sich auch Kunst, Kultur und Geisteswissenschaften einmischen. Dabei geht es nicht darum, technische Prozesse verstehbar zu machen. Vielmehr geht es um die Frage, wie das &#8220;gute Leben&#8221; aussehen kann, in welcher Zukunft wir leben wollen.</p>
<p>Welche Stadt, wenn nicht Freiburg, könnte sich glaubhaft auf den Weg machen, hierzu Antworten zu finden? Eine Leitidee, die Ökologie und Kultur zusammenbringt, nutzt das Potenzial Freiburgs – und wenn wir eine Bewerbung als Kulturhauptstadt angehen wollen, dann mit dem Ziel, Kulturhauptstadt zu werden.</p>
<p>(Wer das lieber etwas anders formatiert und/oder bebildert möchte: <a href="http://www.badische-zeitung.de/nachrichten/kultur/oekologie-und-kultur-zusammenbringen">Badische Zeitung</a>)</p>
<div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a class="tt" href="http://twitter.com/intent/tweet?text=4000+Zeichen+zur+Kulturhauptstadt+http%3A%2F%2Ftimothy.simms.de%2F%3Fp%3D343" title="Post to Twitter"><img class="nothumb" src="http://timothy.simms.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/twitter/de/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a></p></div>]]></content:encoded>
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		<title>Und wieder: Kulturhauptstadt</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Jan 2011 12:52:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Und wieder einmal wurde im Gemeinderat über eine potentielle Kulturhauptstadtsbewerbung diskutiert. Die Sitzungsunterlagen finden sich übrigens immer im Ratsinformationssystem. Leider kann man nicht direkt auf einzelne Sitzungsunterlagen verlinken. Meine Rede für unsere Fraktion: Sehr geehrter Oberbürgermeister, liebe Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrte Damen und Herren, Ende April haben wir zuletzt hier über die Vorbereitungen einer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Und wieder einmal wurde im Gemeinderat über eine potentielle Kulturhauptstadtsbewerbung diskutiert. Die Sitzungsunterlagen finden sich übrigens immer im </em><a href="http://www.freiburg.de/servlet/PB/menu/1147972_l1/index.html"><em>Ratsinformationssystem</em></a><em>. Leider kann man nicht direkt auf einzelne Sitzungsunterlagen verlinken. Meine Rede für unsere Fraktion:</em></p>
<p>Sehr geehrter Oberbürgermeister, liebe Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrte Damen und Herren,<br />
Ende April haben wir zuletzt hier über die Vorbereitungen einer möglichen Bewerbung der Stadt Freiburg als »Kulturhauptstadt Europas« diskutiert. <a href="http://timothy.simms.de/2010/04/30/die-erste-rede-im-plenum-kulturhauptstadt/">Ich habe mich seinerzeit skeptisch über den Stadt der Vorbereitungen und damit den Sinn einer Bewerbung geäußert</a>. Die Skepsis bleibt auch nach dieser aktuellen Vorlage. Denn eine schlüssige Leitidee fehlt immer noch. Dazu später mehr.<br />
Liest man die Vorlage, so wird versucht, den Mangel an einem guten und interessanten Konzept zu kaschieren, indem nicht-belegbare Hoffnungen geweckt werden und eine uneingeschränkt positive Bewertung einer potentiellen Kulturhauptstadt Freiburg vorgenommen wird.<br />
Da ist die Rede von einem »einmaligen Konjunkturprogramm« &#8211; wie dieses aber finanziert werden soll, darauf werden wir nach fast zwei Jahren auch weiterhin warten müssen. Wie nachhaltig solche Konjunkturprogramme sind, ist ohnehin unklar. Nach der großen Party 2010 stehen jedenfalls im Ruhrgebiet Sparrunden und die Diskussionen um Theaterschließungen wieder auf der Tagesordnung.<br />
Da ist die Rede von einer »einmaligen Perspektive zur Neudefinition der Rolle, die Kunst und Kultur künftig spielen können« &#8211; als hätten wir kein Kulturkonzept für Freiburg, an dessen Umsetzung wir immer noch arbeiten. Aufs fehlende Geld will ich hier garnicht eingehen.<br />
Kurz: Chancen werden benannt, Risiken nicht. An der Börse würde man davon sprechen, »Anlegerphantasien« zu wecken.<br />
Würden wir am Anfang stehen, dann könnte man ja darauf setzen, dass dem Hochjubeln der blossen Idee schon noch Substanz folgt. Allein: Wir sind nicht am Anfang. Wir betreiben die Vorbereitung der potentiellen Bewerbung seit zwei Jahren. 60.000 € hat der Rat seinerzeit dafür bewilligt.<br />
Und wo stehen wir nach diesen zwei Jahren?<br />
Die »Leitidee« hat sich seit dem ersten Entwurf von Anfang des Jahres kaum weiterentwickelt. Wie bereits im damals eingebrachten Diskussionspapier vebirgt sich unter dem Motto »Kultur der Stadt« &#8211; was für eine originelle und augenfällig auf Freiburg passenden Leitidee – verbirgt sich unter dem Motto »Kultur der Stadt« ein Gemischtwarenladen. Für die Grünen ist »Nachhaltigkeit« prominent platziert, der SPD wird das »Soziale« gefallen, die CDU am »Oberrheinischen Humanismus« sich erfreuen und die Erwähnung von Lord Dahrendorf wird seinen Schüler Nikolaus von Gayling erfreuen – wenn er sich denn nur überhaupt für die Idee einer Kulturhauptstadt Freiburg erwärmen könnte.<br />
Das vorliegende Konzept einer Leitidee versucht es allen irgendwie recht zu machen. Vielleicht geht das auch garnicht anders, wenn so viele Ämter und Interessen eingebunden werden. Ein Sammlung guter Einzelansätze macht aber noch lange keine gute Leitidee. Und der Hut »Kultur der Stadt«, der dieser Sammlung übergestülpt ist, mag zwar alles umfassen und damit irgendwie »passen«. Aber passt er auch für Freiburg? Oder könnte sich nicht vielmehr auch jede andere Stadt mit »Kultur der Stadt« bewerben?<br />
Wir können leider seit dem Arbeitspapier vom März kaum Fortschritte in Richtung einer Konkretisierung der Leitidee einer möglichen Bewerbung erkennen. Und wir sind gespannt, ob diese Konkretisierung bis zur nächsten Diskussion hier im Rat gelingt.</p>
<div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a class="tt" href="http://twitter.com/intent/tweet?text=Und+wieder%3A+Kulturhauptstadt+http%3A%2F%2Ftimothy.simms.de%2F%3Fp%3D303" title="Post to Twitter"><img class="nothumb" src="http://timothy.simms.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/twitter/de/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a></p></div>]]></content:encoded>
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		<title>Die erste Rede im Plenum: Kulturhauptstadt</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Apr 2010 22:29:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am Dienstag habe ich zum ersten Mal im Gemeinderat für die Fraktion gesprochen: Thema Kulturhauptstadt. Die Reaktionen waren interessant und passten zur Rede: Wer sich schon jetzt festgelegt hat und die Kulturhauptstadt &#8211; komme was da auch immer konzeptionell kommen mag &#8211; für eine super Sache hält, fand die Rede viel zu kritisch. Für die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Dienstag habe ich zum ersten Mal im Gemeinderat für die Fraktion gesprochen: Thema Kulturhauptstadt. Die Reaktionen waren interessant und passten zur Rede: Wer sich schon jetzt festgelegt hat und die Kulturhauptstadt &#8211; komme was da auch immer konzeptionell kommen mag &#8211; für eine super Sache hält, fand die Rede viel zu kritisch. Für die anderen Fraktionen sprachen übrigens Atai Keller (UL), Hans Essmann (SPD), Nikolaus von Gayling-Westphal (FDP) und Daniel Sander (CDU), dessen Rede übrigens auch<a href="http://www.daniel-sander.de/sander-kulturhauptstadt-europas.html"> online nachlesbar und nachhörbar ist</a>. Meine Rede:</p>
<p>Sehr geehrter Oberbürgermeister, sehr geehrte Damen und Herren,</p>
<p>wenn sich Projekte in einem frühen Stadium befinden, so ist das Reden über diese immer gefährlich: Einerseits besteht die Gefahr des Zerredens, andererseits besteht die Gefahr, sich etwas einzureden. Die Gefahr des Zerredens sehe ich hier nicht, wohl aber die Gefahr, sich etwas einzureden. Ohne das zum jetzigen Zeitpunkt eine vernünftige Entscheidungsgrundlage vorhanden wäre, hat es den Anschein, als würde so mancher ganz genau wissen, dass die Chancen, die eine Bewerbung ja vielleicht mit sich brächte, in Freiburg auf jeden Fall genutzt werden. Ohne zu wissen, was denn nun der Kern der Leitidee einer möglichen Bewerbung ist, ist man sich im Taumel der Autosuggestion schon ganz sicher: Egal was es wird, es wird ein Erfolg.<br />
Liebe Kolleginnen und Kollegen: Auch ich denke gerne positiv. Aber bevor ich mich auf die Wanderung mache, schaue ich dann doch ganz gerne in die Karte und packe auch meinen Kompaß ein. Für einen Spaziergang natürlich nicht. Aber hier geht es um ein großes Projekt, das mit beachtlichen Kosten verbunden ist. Um im Bild der Reise zu bleiben: Für mich sind vier Dinge wichtig, bevor ich mich auf den Weg mache – und dies in dieser Reihenfolge:</p>
<ul>
<li> Ist der Weg zu Ziel ein schöner und interessanter?</li>
<li> Ist das Ziel ein interessantes?</li>
<li> Kommen meine Wunsch-Reisegefährten mit?</li>
<li> Kann ich mir die Reise leisten?</li>
</ul>
<p>Ich fange hinten an: Ob wir uns die Bewerbung leisten können, das werden wir im Rahmen der Haushaltsberatungen sehen. Wie teuer sie wird, das hängt aber auch von Weg und Ziel ab. Gleiches gilt für die zweite Frage: Ob unsere Wunsch-Reisegefährten – genannt werden ja immer wieder Basel, Mulhouse – sich mit auf den Weg machen, dass hängt auch von Ziel und Weg ab.</p>
<p>Ist das Ziel nun ein Interessantes? Seit eineinhalb Jahren wird nun in der Stadtverwaltung an dem Projekt »Kern einer Leitidee einer Freiburger Bewerbung« gearbeitet. Vor rund zwei Monaten haben wir ein erstes internes Diskussionspapier hierzu im Kulturausschuß diskutiert. Dieses Papier hat vor allem eines gezeigt: Wir sind auf dem Weg zu einer schlüssigen und überzeugenden Leitidee, die ganz Freiburg für eine Bewerbung begeistern könnte, noch nicht allzu weit gekommen.</p>
<p>Ist der Weg dahin ein schöner und interessanter? Kann sein, muß aber nicht. Es ist nicht nur falsch, es ist auch gefährlich, sich einzureden, dass eine Stadt immer ganz automatisch davon profitiert, sich als Kulturhauptstadt zu bewerben. Gefährlich, weil man den Blick dafür zu verlieren droht, wie dieser Prozeß gestaltet sein könnte. Ja vielleicht sogar gestaltet sein muß, um für unsere Stadt, für Freiburg ein guter Prozeß zu sein. Es reicht eben nicht, sich nur auf eine Leitidee zu verständigen, vielmehr müssen wir uns auch über die Art und Weise des Bewerbungsprozesses verständigen.</p>
<p>Wollen wir einen Bewerbungsprozeß, der weiterhin 30seitige Impulspapiere produziert, die selbst beim akademisch vorgebildeten und kulturpolitisch interessierten Leser keine Begeisterung hervorzurufen vermögen? Glauben wir etwa so die Bürgerinnen und Bürger Freiburgs erreichen zu können? Wollen wir Geld ausgeben für kulturpolitische Papiere, für Kulturplanung, für Verwaltung von Kultur? Oder wollen wir nicht vielmehr ein Bewerbungsverfahren, das sich selbst als ästhetisch-künstlerisches Projekt begreift? Und würde ein solcher künstlerischer Bewerbungsprozess nicht auch viel besser zu Freiburg und vor allem dem Freiburg, das wir uns in Freiburg wünschen, passen?<br />
In diesem Herbst wird die Entscheidung fallen, ob wir uns auf den Weg machen wollen. Zwei Jahre lang wird dann die Verwaltung diese Entscheidung vorbereitet haben, Wir sind gespannt auf die Diskussion diesen Herbst, die wir dann hoffentlich auf fundierter Basis führen können: fundiert, was die Leitidee anbelangt, was eine mögliche Finanzierung anbelangt. Fundiert, was eine Einbeziehung der Region, was die Ausgestaltung des Bewerbungsprozess anbelangt. Wir sind gespannt auf diese Diskussion und die Entscheidung im Herbst. Ein Diskussion ohne das die Idee der Kulturhauptstadtsbewerbung im Vorfeld zerredet wurde, aber auch eine Diskussion ohne sich im Vorfeld abstrakt ein Projekt eingeredet zu haben, ohne sich die Frage ehrlich beantworten zu können, wie eine Kulturhauptstadt Freiburg überhaupt aussehen könnte.</p>
<div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a class="tt" href="http://twitter.com/intent/tweet?text=Die+erste+Rede+im+Plenum%3A+Kulturhauptstadt+http%3A%2F%2Ftimothy.simms.de%2F%3Fp%3D248" title="Post to Twitter"><img class="nothumb" src="http://timothy.simms.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/twitter/de/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a></p></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Rockt ein Popbeauftragter?</title>
		<link>http://timothy.simms.de/2010/03/03/rockt-ein-popbeauftragter/</link>
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		<pubDate>Wed, 03 Mar 2010 01:16:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommunalpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Badische Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Rock- und Popmusik]]></category>

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		<description><![CDATA[Da ist die CDU mal wieder besser informiert als ich: Angeblich fordern wir Grünen nun einen Pop-Rock-Beauftragten. Aha. Meines Wissens nach haben wir in Folge einer für uns sehr anregenden Veranstaltung der Freiburger Rock/Pop/Jazzszene eine Anfrage an die Stadtverwaltung gestellt, die zum Punkt &#8220;Rock-Pop-Beauftragten&#8221; wie folgt lautet: Während der Veranstaltung wurden von den Veranstaltern zwei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-bottom: 0cm;">Da ist die CDU mal wieder besser informiert als ich: <a href="http://www.daniel-sander.de/sander-kein-sigi-pop-fuer-freiburg.html">Angeblich fordern wir Grünen nun einen Pop-Rock-Beauftragten</a>. Aha. Meines Wissens nach haben wir in Folge einer für uns sehr anregenden Veranstaltung der Freiburger Rock/Pop/Jazzszene eine <a href="http://jf-gruene.de/presse/details/article/antrag-zur-situation-des-rock-und-pop-in-freiburg.html">Anfrage an die Stadtverwaltung</a> gestellt, die zum Punkt &#8220;Rock-Pop-Beauftragten&#8221; wie folgt lautet:</p>
<blockquote>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Während 	der Veranstaltung wurden von den Veranstaltern zwei Vorschläge 	eingebracht: 1. (&#8230;) und 2. eine/n Rock- und Pop-Beauftragte/n zu ernennen. (&#8230;) Die Verwaltung soll ferner ihre Position zu einer/einem Rock- 	und Popbeauftragten darlegen. Wir bitten darum, in anderen Städten 	(Mannheim, Heidelberg, Tübingen, Konstanz und Stuttgart) zu 	erfragen, wie dort Rock- und Popmusik gefördert werden, welche 	Konzepte vorliegen, welche Haushaltsmittel zur Verfügung stehen, 	und ob Rock- und Pop-Beauftragte eingesetzt sind.</span></p>
</blockquote>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Ich bin schon sehr gespannt auf die Antworten der Verwaltung, die leider erst im Juni erfolgen soll. Ob ein Rock-Pop-Beauftragter tatsächlich die Lösung der Probleme ist, mit denen die Szene in Freiburg zu kämpfen hat, sei dahingestellt. Ich selbst stehe Institutionalisierungsprozeßen immer sehr skeptisch gegenüber, aber angesichts des starken Wunsches aus der Szene selbst nach einem solchen Beautragten sollte man doch zumindest mal abwarten, was die Stadtverwaltung an Erfahrungen aus anderen Kommunen berichten wird. Vielleicht begreifen dann auch die kulturpolitischen Sprecher der Freiburger Christdemokraten, dass ein Rock-Pop-Beauftragter ganz andere Aufgaben als die blosse Beratung des Kulturausschusses hat &#8211; auch wenn zumindest der christdemokratische Teil des Gremiums ja in der Tat hohen Beratungsbedarf hat. Z.B. was die Differenz zwischen Anfrage und Forderung anbelangt&#8230;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Ein<a href="http://www.badische-zeitung.de/freiburg/braucht-freiburg-einen-rock-und-pop-beauftragten--27775637.html"> hervorragender Artikel</a> hierzu übrigens in der heutigen Badischen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>Update</strong>: Und ein schöner Kommentar dazu auch noch in der Badischen: <a href="http://www.badische-zeitung.de/freiburg/muenstereck-mangelnde-sachkenntnis--27776735.html">Mangelnde Sachkenntnis</a></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>Update 2:</strong> <a href="http://www.rdl.de/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=5164&amp;Itemid=321">Radio Dreyeckland</a> hat das Thema auch aufgegriffen und mich kurz befragt. TV Südbaden wird auch drüber berichten. Danke an dieser Stelle an die CDU, dass sie das Thema so gut in die Presse gebracht hat &#8211; wir Grünen wollten erstmal die Diskussion im Kulturausschuß im Juni abwarten. Insofern hat das ganze auch recht wenig mit dem von RDL vermuteten Wahlkampf-Odem zu tun, bitterlich beschwert darüber, dass das Kulturamt aufgrund der anderen laufenden Arbeiten erst dann das Thema fundiert aufbereiten kann, hat sich meines Wissens bislang niemand. Übrigens ist das ganze auch ein schönes Lehrstück in Web 2.0-Angelegenheiten: Würde Daniel Sander nicht jede Pressemitteilung so schön twittern, hätte ich gestern Nacht das Thema garnicht bloggen können und wäre heute morgen bei RDL erstmal auf dem Schlauch gestanden&#8230;</p>
<div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a class="tt" href="http://twitter.com/intent/tweet?text=Rockt+ein+Popbeauftragter%3F+http%3A%2F%2Ftimothy.simms.de%2F%3Fp%3D237" title="Post to Twitter"><img class="nothumb" src="http://timothy.simms.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/twitter/de/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a></p></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Haus der Kulturen</title>
		<link>http://timothy.simms.de/2009/06/04/haus-der-kulturen/</link>
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		<pubDate>Thu, 04 Jun 2009 10:14:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommunalwahl 2009]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturpolitisches]]></category>
		<category><![CDATA[Freiburg]]></category>
		<category><![CDATA[Haus der Kulturen]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturpolitik]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor drei Jahren begann im Rahmen des Kulturkonzepts-Prozesses die Diskussion über ein solches Haus, es gab hierzu im Juli 2006 ein interessantes Werkstattgespräch; seitdem ist das Thema zumindest in der Öffentlichkeit kaum weiterentwickelt worden.Nun wird in einigen Wahlprogrammen wird ein »Haus der Kulturen« gefordert und auch der MigrantInnenbeirat versucht das Thema in die Öffentlichkeit zu tragen. Aber was ist mit einem solchen Haus überhaupt gemeint?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Gespenst geht um in Freiburg und es heißt »Haus der Kulturen«. Und wie immer bei Gespenstern weiß man nicht so richtig, womit man es zu tun hat; es kommt wann es will und beantwortet leider keine Fragen. Vor drei Jahren begann im Rahmen des Kulturkonzepts-Prozesses (insbesondere im Rahmen der Erstellung des <a href="http://www.kulturamt.freiburg.de/kulturplanung/Handlungskonzept_Kulturelle_Vielfalt.pdf">Handlungskonzeptes zur Kulturellen Vielfalt</a>) die Diskussion über ein solches Haus, es gab hierzu im Juli 2006 ein interessantes Werkstattgespräch; seitdem ist das Thema zumindest in der Öffentlichkeit kaum weiterentwickelt worden.Nun wird in einigen Wahlprogrammen wird ein »Haus der Kulturen« gefordert und auch der MigrantInnenbeirat versucht das Thema in die Öffentlichkeit zu tragen. Was für ein »Haus der Kulturen« nun aber gemeint ist, das steht in den Programmen nicht &#8211; die Kulturliste spricht von einem &#8220;Raumkonzept für den interkulturellen Dialog&#8221;, die Linke Liste von einem &#8220;Interkulturellen Dialograum&#8221;, der MigrantInnenbeirat fragt schlicht die Unterstützung nach einem &#8220;Haus der Kulturen (Räume für Migrant.-vereine/-organisationen)&#8221;. So einfach mit Ja und Nein lässt sich das aber nicht beantworten. Es gibt nämlich mindestens vier Grundideen, auf die sich ein »Haus der Kulturen« beziehen kann:</p>
<div>
<ol>
<li> eine Institution, die gezielt interkulturelle Themen besetzt: Mit Ausstellungen, Veranstaltungen, Vorträgen und Kooperationen mit anderen Einrichtungen. Ein solches Haus steht und fällt mit kompetenten KuratorInnen; ein gelungenes Beispiel ist das <a href="http://www.hkw.de/">Haus der Kulturen der Welt in Berlin</a>. Eine solche Einrichtung ist teuer und vielleicht auch eine Nummer zu groß für Freiburg. Kulturell wäre eine solche Institution ein Gewinn für Freiburg, ob eine solche Einrichtung unter integrationspolitischen Gesichtspunkten sinnvoll ist, dass müsste man en detail diskutieren.Ich habe mir dazu noch kein abschließendes Urteil gebildet.</li>
<li> Ein gemeinsames Vereinshaus für die gesamten MigrantInnenvereine, das auch Veranstaltungsräumlichkeiten beinhaltet. Mal davon abgesehen, dass es fraglich ist,ob alle die ganzen Vereine unter ein Dach wollen (es ist wohl vor Jahren ein ähnliches Konzept eines »interkulturellen Zentrums« gescheitert) – ein extra Bürgerhaus für Migranten integriert nicht, es trennt eher. MigrantInnen brauchen keinen abgesonderten Raum, sie gehören in die Mitte der Gesellschaft, wie jede andere Bevölkerungsgruppe auch. Halte ich integrationspolitisch für keine gute Idee.</li>
<li> Eine gemeinsame Klammer interkultureller Arbeit – ein virtuelles »Haus« der Kulturen, das gerade keinen Ort hat,sondern sich mal im E-Werk (z.B. im hervorragenden Projekt der <a href="http://www.ewerk-freiburg.de/veranstaltungen/veranstaltungsdetails.php?id=586&amp;subnavi=6&amp;id_termine=757">Stori Digitali</a>), mal im Theater, mal bei einem Strassenfest manifestiert. Dabei reicht es nicht bereits bestehende Projekte und Veranstaltungen zu sammeln, vielmehr müssen Kooperationen angeregt werden, ein gemeinsamer Auftritt erreicht werden. Könnte durchaus interessant und gut für Freiburg sein.</li>
<li> Ein Ersatz für das Völkerkundemuseum. Ich selbst vermisse das Völkerkundemuseum schmerzlich, mit seiner sympathischen Angestaubtheit ein Ort, der für mich abenteuerlich war – ein Ort wie aus einem Indiana Jones-Film. Jetzt aber über die Interkulturschiene das Völkerkundemuseum zu begründen, ist für meinen Geschmack doch etwas weit hergeholt, die EthnologInnen mögens mir verzeihen.</li>
</ol>
<p>Solange sich die für ein »Haus der Kulturen« wichtigen Akteure – MigrantInnen, Kultureinrichtungen, Stadt – sich nicht auf ein Konzept verständigen, wird ein solches nicht von der Stelle kommen.</p></div>
<div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a class="tt" href="http://twitter.com/intent/tweet?text=Haus+der+Kulturen+http%3A%2F%2Ftimothy.simms.de%2F%3Fp%3D36" title="Post to Twitter"><img class="nothumb" src="http://timothy.simms.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/twitter/de/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a></p></div>]]></content:encoded>
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		<title>So ein Theater: Freie Wähler und Kulturpolitik</title>
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		<pubDate>Tue, 19 May 2009 16:41:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommunalwahl 2009]]></category>
		<category><![CDATA[Freiburg]]></category>
		<category><![CDATA[Freie Wähler]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunalpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Stadttheater]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute hier, morgen dort, so ists im Wahlkampf: Von Podium zu Infostand und wieder zurück. Manche irrlichtern allerdings vor allem programmatisch durch die Gegend. So auch die Freien Wähler. Niemand erwartet von einer Wählervereinigung, die &#8220;ganz konkret, pragmatisch und authentisch unser Freiburg gestalten&#8221; will, und dies auch &#8220;nur orientiert am aktuellen Sachstand&#8221;, dass es dicke [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute hier, morgen dort, so ists im Wahlkampf: Von Podium zu Infostand und wieder zurück. Manche irrlichtern allerdings vor allem programmatisch durch die Gegend. So auch die Freien Wähler. Niemand erwartet von einer Wählervereinigung, die &#8220;ganz konkret, pragmatisch und authentisch unser Freiburg gestalten&#8221; will, und dies auch &#8220;nur orientiert am aktuellen Sachstand&#8221;, dass es dicke Wahlprogramme gibt. Man sollte aber doch zumindest erwarten können, dass die paar programmatischen Aussagen in den eigenen Wahlprospekten sich a) am aktuellen Sachstand orientieren und b) man dann ganz authentisch zu diesen Zielen auch bekennt. Beides ist leider nicht der Fall.</p>
<p>Zum Sachstand: Wir lesen mit Verwunderung im <a href="http://p52127.typo3server.info/uploads/media/Wahlprogramm_FW.pdf">Wahlprogramm der freien Wähler</a> zum Thema Stadttheater:</p>
<blockquote><p>Wir empfehlen (&#8230;) die Umwandlung des Theaters zum Eigenbetrieb.</p></blockquote>
<p>Ich habe gestutzt, als ich das gelesen habe, meinte ich mich doch zu erinnern, dass das Theater schon seit geraumer Zeit ein Eigenbetrieb der Stadt ist und Ende letzten Jahres sogar eine vielbeachtete Zielvereinbarung mit der Stadt getroffen hat. Da ich mich gerne am aktuellen Sachstand orientiere, habe ich den Rechner angeworfen und mal kurz nach &#8220;Eigenbetrieb Freiburg Theater&#8221; gegooglet. Keine schwere Recherche: Das Theater ist wohl seit 2005 Eigenbetrieb. Als ich Freien Wähler-Chef und Spitzenkandidat Herrn Dr. Gröger auf die originelle Forderung, die schon längst umgesetzt ist, angesprochen habe, behauptete er, der Drucker des Wahlprospekts hätte aus Versehen eine alte Version des Texts genommen. Auf die Frage, was denn in der neuen Version gestanden hätte, kam dann keine Antwort mehr&#8230; Nun kann ich ja verstehen, dass man aus ökologischen Gründen nicht neu druckt, aber zumindest die online-Version hätte man ja ändern können&#8230;</p>
<p>Zum Ernstnehmen des eigenen Programms: Die Freien Wähler schreiben:</p>
<blockquote><p>Dabei wünschen wir uns Offenheit und Ehrlichkeit bei der Diskussion über das Stadttheater: Freiburg kann und muss sich ein Theater mit allen Sparten (Schauspiel, Oper, Tanz) nicht leisten.</p></blockquote>
<p>Mit diesem Punkt hat sich Herr Dr. Gröger schon bei einigen Veranstaltungen als Volkstribun zu inszenieren versucht, so auch am 17.5. im Jazzhaus bei einer Veranstaltung, zu der die CDU geladen hatte. Umso verwunderlicher, was ich heute im aktuellen <a href="http://www.chilli-freiburg.de/pdf/kommunalwahl2009/wahlcheck.pdf">chilli</a> (PDF)  lese: Da hält Herr Dr. Gröger nun plötzlich das Stadtheater als Dreispartenhaus für unverzichtbar. Aber vermutlich ist das auch wieder so ein Druckfehler?</p>
<div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a class="tt" href="http://twitter.com/intent/tweet?text=So+ein+Theater%3A+Freie+W%C3%A4hler+und+Kulturpolitik+http%3A%2F%2Ftimothy.simms.de%2F%3Fp%3D20" title="Post to Twitter"><img class="nothumb" src="http://timothy.simms.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/twitter/de/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a></p></div>]]></content:encoded>
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