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	<title>Platz Nummer Acht &#187; Wahlkampf</title>
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		<title>Tücken der Vereinfachung</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Feb 2011 11:39:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auch zu Landtagswahl gibt es wieder einen Wahl-O-Mat. Bei mir kommt &#8211; wenig überraschend &#8211; raus, dass Grüne auf Platz 1 sind. Überraschend finde ich allerdings immer wieder, dass andere Parteien wie Linke, Piraten, SPD auch recht gut abschneiden, man beim Wahl-O-Maten das Gefühl hat, wir befänden uns noch in der guten alten Zeit zweier [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch zu Landtagswahl gibt es wieder einen <a href="http://www2.wahl-o-mat.de/bw2011/">Wahl-O-Mat</a>. Bei mir kommt &#8211; wenig überraschend &#8211; raus, dass Grüne auf Platz 1 sind. Überraschend finde ich allerdings immer wieder, dass andere Parteien wie Linke, Piraten, SPD auch recht gut abschneiden, man beim Wahl-O-Maten das Gefühl hat, wir befänden uns noch in der guten alten Zeit zweier politischer Lager. Meines Erachtens liegt das an der Fragenauswahl und an der Vereinfachung der Fragen. So habe ich zum Beispiel bei der Frage nach der Abschaffung der Gewerbesteuer NEIN angekreuzt. Kein Wunder, als Kommunalpolitiker will man kaum auf eine kommunale Steuerquelle verzichten. Hinter dem Nein befinden sich aber ganz unterschiedliche Positionen. So wollen die Grünen die  Gewerbesteuer weiterentwickeln</p>
<blockquote><p>Statt die Gewerbesteuer abzuschaffen, soll sie zu einer kommunalen  Wirtschaftssteuer erweitert werden. Da dann auch z.B. Freiberufler wie  Ärzte und Rechtsanwälte einbezogen sind, wird die Steuer weniger  konjunkturanfällig. Nur so kann die Investitionsfähigkeit der Städte und  Gemeinden künftig stabilisiert werden. Bei gleichem Aufkommen kann  dabei der Steuersatz für den einzelnen Betrieb sinken &#8211; darüber  entscheidet die jeweilige Gemeinde. (Quelle: <a href="http://www2.wahl-o-mat.de/bw2011/popup_thesen_beschreibung.php?partei=2&amp;these=19&amp;sprache=0&amp;du=-1&amp;wom1bw2011=7515db95b2211d90474b4da5eb9c9ba9&amp;servername=www2.wahl-o-mat.de">Wahl-O-Mat</a>)</p></blockquote>
<p>Ähnliches fordert auch die SPD. Die Linke will die Gewerbesteuer durch eine &#8220;konjunkturunabhängigen Gemeinwohlsteuer&#8221; ersetzen. Die CDU gibt an, die Gewerbesteuer nicht gegen den Willen der Kommunen abschaffen zu wollen, aber eine große Gemeindefinanzreform anzustreben. Letzteres strebt auch die FDP an, die als einzige Partei die Gewerbesteuer nicht &#8220;fortentwickeln&#8221;, sondern abschaffen will (dafür aber den Kommunen andere Steuertöpfe und Steuerungsmöglichkeiten anbietet). Die Piratenpartei hingegen zeigt, dass sie offensichtlich keine Ahnung von der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gemeindesteuer_%28Deutschland%29">Finanzierung der Kommunen</a> hat:</p>
<blockquote><p>Wir  wollen Kommunen ausreichend Finanzmittel zur Verfügung stellen,  damit  diese ihre Aufgaben ordnungsgemäß erfüllen und eigenständig  politisch  handeln können. Nur über die Gewerbesteuer können die  Gemeinden selbst  entscheiden. Deswegen käme eine Abschaffung einer  Verringerung der  Eigenständigkeit der Gemeinden gleich.(Quelle: <a href="http://www2.wahl-o-mat.de/bw2011/popup_thesen_beschreibung.php?partei=17&amp;these=19&amp;sprache=0&amp;du=-1&amp;wom1bw2011=7515db95b2211d90474b4da5eb9c9ba9&amp;servername=www2.wahl-o-mat.de">Wahl-O-Mat</a>)</p></blockquote>
<p>Man fragt sich: Ist das Ja/Nein zur Gewerbesteuer tatsächlich der entscheidende Punkt? Oder liegen die Konfliktlinien nicht wo ganz anders? Ab wann ist eine &#8220;Fortentwicklung&#8221; eine Abschaffung, ab wann nicht? Vereinfachung ist tückisch. Zu mal der Wahl-O-Mat nicht gerade bedienerfreundlich ist, wenn man die detaillierteren Stellungnahmen der Parteien sehen möchte (von denen man leider auch nicht erfährt, wie sie legitimiert sind: Ist ja schon ein Unterschied, ob etwas auf einem Wahlprogramm basiert oder nicht).</p>
<div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a class="tt" href="http://twitter.com/intent/tweet?text=T%C3%BCcken+der+Vereinfachung+http%3A%2F%2Ftimothy.simms.de%2F%3Fp%3D340" title="Post to Twitter"><img class="nothumb" src="http://timothy.simms.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/twitter/de/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a></p></div>]]></content:encoded>
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		<title>Parteien, die ich bei der Landtagswahl nicht wählen werde und warum ich das nicht tun werde #2: Piratenpartei</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Feb 2011 09:10:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim</dc:creator>
				<category><![CDATA[landtagswahl 2011]]></category>
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		<category><![CDATA[Mappus]]></category>
		<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Piratenpartei ist eine junge Partei und hatte vor zwei Jahren (Europawahl) vor allem dank Zensursula von der Leyen eine gewisse Öffentlichkeit erreicht. Seitdem wurde das Programm übers Netzpolitische (das sich heute wie damals kaum von Grünen Positionen unterscheidet) hinaus erweitert, aber zu zentralen landespolitischen Fragen wie zum Beispiel zum Themenfeld Interkultur/Integration äußert sich die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Piratenpartei ist eine junge Partei und hatte vor zwei Jahren (Europawahl) vor allem dank Zensursula von der Leyen eine gewisse Öffentlichkeit erreicht. Seitdem wurde das <a href="http://www.piratenpartei-bw.de/wahlprogramm/">Programm</a> übers Netzpolitische (das sich heute wie damals kaum von Grünen Positionen unterscheidet) hinaus erweitert, aber zu zentralen landespolitischen Fragen wie zum Beispiel zum Themenfeld Interkultur/Integration äußert sich die Piratenpartei nicht oder vergleichsweise knapp (z.B. Wirtschafts- und Sozialpolitik). Nun gibt es die Partei noch nicht allzu lange, das erklärt sicherlich die <strong>fehlende Programmatik in zentralen Politikfeldern</strong>. Man wählt also auch programmatisch die Katze im Sack.</p>
<p>Darüber hinaus stellt sich die Frage, ob die rasche programmatische Erweiterung nicht zu Lasten der Qualität geht. Vielleicht wäre es gut gewesen, sich erst mal auf die Punkte zu konzentrieren, bei denen man sich wirklich gut auskennt. Die Verkehrspolitik scheint jedenfalls nicht dazuzugehören, wie man an dem hier verlinkten <a href="http://www.abgeordnetenwatch.de/fabian_baur-546-42098.html">Statement des Freiburger Kandidaten Fabian Baur</a> sehen kann. Statt munter draufloszuschwadronieren, wäre es doch ehrlicher zu sagen, dass man offensichtlich keine Ahnung über Finanzierung und Kostenstruktur des ÖPNV hierzulande hat. Gesunder Menschenverstand allein reicht eben nicht aus: Man muß sich auch kundig machen. Aber nun gut: Junge Partei und die machen das ja auch alle ehrenamtlich (der zweite Punkt gilt allerdings für jede andere Partei cum grano salis auch) und die Piraten scheinen ja auch ganze nette Menschen zu sein.</p>
<p>Warum also – mal von unvollständigen Programm und vielleicht <strong>doch nicht so ganz geeignetem Personal</strong> abgesehen &#8211; nicht Piraten wählen? Weil eine Stimme für die Piratenpartei eine verschenkte Stimme ist. Nach den 2,1% im traditionell experimentierfreudigen Hamburg ist es höchst unwahrscheinlich, dass die Piraten ausgerechnet in einem doch eher konservativem Flächenland wie Baden-Württemberg über die 5%-Hürde kommen. Und das heißt:<strong> Jede Stimme, die an die Piratenpartei geht, ist eine Stimme, die einem Regierungswechsel weg von der CDU fehlen wird</strong>. Mappus könnte am Ende der Piratenpartei den Verbleib im Amt verdanken.</p>
<p>Soweit die kurzfristige Perspektive. Die langfristige ist: Die Piratenpartei wählen, damit Wahlkampfkostenerstattung fließt und die Partei sich langsam etabliert und vielleicht in fünf Jahren in den Landtag kommt. Gerne ziehen die Piraten das Beispiel der Grünen heran. Die Geschichte wird dann so erzählt: Die Grünen hätten ja anfangs auch nur ein Thema gehabt (Umwelt), dieses sei bei den anderen Parteien sträflich vernachlässigt gewesen, und sie hätten auch eine ganze Zeit gebraucht, bis sie in den Parlamenten vertreten gewesen wären. Nette Geschichte, die aber drei Fehler hat. Zum einen hatten <strong>die Grünen anfangs nicht nur ein Thema, sondern mehrere</strong>. In den Grünen haben sich verschiedene soziale Bewegungen gebündelt, nicht nur die Umweltbewegung, sondern auch die Friedensbewegung, Anti-AKW-Bewegung, Dritte-Welt-Bewegung und Frauenbewegung. Diese Themen wurden auch nach außen kommuniziert, so finden sich von Anfang an nicht nur umweltpolitische Plakate, sondern auch solche mit anderen inhaltlichen Schwerpunkten. Auch in den grünen Programmen findet sich diese Vielfalt – eben die berühmten Grundsäulen »ökologisch, sozial, basisdemokratisch, gewaltfrei«.</p>
<p>Zum zweiten: Ja seinerzeit war das Thema Umwelt (und vor allem die anderen Grünen Themen) bei allen anderen Parteien sträflich vernachlässigt, das stimmt so weit. Die Parallele zu den Piraten stimmt aber nicht. Denn <strong>Netzpolitik ist bei den Grünen auch schon vor dem Entstehen der Piraten nicht vernachlässigt gewesen</strong>. Das Entstehen der Piraten hat das Thema aber innerparteilich sicherlich wichtiger werden lassen, insofern muß man den Piraten dankbar sein. Ein Alleinstellungsmerkmal haben die Piraten aber nicht – wohingegen die Grünen dieses mit dem Umweltthema jahrzehntelang hatte und vielleicht sogar immer noch haben.</p>
<p>Zum dritten: Die Grünen haben eben nicht lange gebraucht, auch parlamentarisch vertreten zu sein. Im Gegenteil: Sie waren rasch in verschiedenen Parlamenten vertreten (z.B. in Baden-Württemberg im Landtag 1980 mit 5,3%). Die <strong>Piratenpartei hingegen konnte sich seit der Europawahl kaum verbessern</strong> und bis auf zwei kommunale Mandate in NRW konnte meines Wissens noch nichts geentert werden (vielleicht kommen ja in Hamburg noch zwei, drei Bezirksbeiräte hinzu).</p>
<p>Zwei wesentliche Punkte werden aber bei dem schiefen Vergleich zwischen Grünen anno 1979 und Piraten anno 2009 immer unterschlagen und das sind mE die eigentlich entscheidenden Punkte: Zum einen wurden die Grünen von politisch bereits vorerfahrenen Leuten gegründet, die entsprechende Kenntnisse des politischen Feldes und Organisationskompetenz mitbrachten – sei es aus der Arbeit in Bürgerinitiativen oder in K-Gruppen. Zum anderen sind die Grünen von Anfang an eine Partei mit starker Verankerung in der Kommunalpolitik gewesen und vor Ort stark gewesen – was auch damit zusammenhängt, dass sich die grünen Kernthemen wie Gleichstellung, Demokratie, Bürgerbeteiligung und Umwelt eben sehr gut auch kommunal bearbeiten lassen und sicherlich für viele Grüne auch die konkrete Situation vor Ort ein Grund war, sich politisch zu betätigen. Den Grünen gelang es daher auch rasch kommunale Mandate zu erzielen. Die <strong>Piratenpartei findet </strong>hingegen <strong>kommunalpolitisch nicht statt</strong>. Das liegt sicherlich daran, dass das ursprüngliche Kernthema – Internetpartei – kein lokales ist. Aber als Partei, die sich mittlerweile generell um Themen wie Bürgerbeteiligung, Transparenz und Freibeitsrechte kümmern möchte, ist es schon ein Armutszeugnis, dass man sich kommunal garnicht einbringt. Jedenfalls findet sich auf der Homepage der Freiburger Piraten im letzten dreiviertel Jahr kein einziges kommunalpolitisches Statement &#8211; dort finden sich im Wesentlichen Berichte übers Plakatieren, Unterschriftensammeln, Teilnahme an überparteilichen Initiativen.</p>
<p>Summasummarum: <strong>Nichts deutet darauf hin, dass es den Piraten tatsächlich gelingt, irgendwann einmal die 5%-Hürde zu überspringen</strong>. Wähler_innen sei empfohlen, ihr Kreuz woanders zu machen. Mitglieder der Piraten sollten sich überlegen, ob sie ihre Zeit und Energie nicht lieber in anderen Parteien einbringen möchten. Insbesondere bei CDU, SPD, Linke und FDP wäre ein wenig mehr Sachverstand bezüglich Bürgerrechte und Netzpolitik eine gute Sache, aber GRÜNs freuen sich natürlich auch über engagierte Neumitglieder.</p>
<div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a class="tt" href="http://twitter.com/intent/tweet?text=Parteien%2C+die+ich+bei+der+Landtagswahl+nicht+w%C3%A4hlen+werde+und+warum+ich+das+nicht+tun+werde+%232%3A+Piratenpa...+http%3A%2F%2Ftimothy.simms.de%2F%3Fp%3D334" title="Post to Twitter"><img class="nothumb" src="http://timothy.simms.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/twitter/de/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a></p></div>]]></content:encoded>
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		<title>MigrantInnenbeiratswahl: Wie ich beinahe nicht wählen durfte und dann nach langem Warten ein sehr durchwachsenes Ergebnis rauskam.</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Jul 2010 11:52:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sonntag war Wahltag. Nicht nur in Hamburg, wo leider die schwarz-grüne Bildungsreform in einem ihrer Kernpunkte eine herbe Niederlage einstecken mußte. Da muß ich nicht auch noch was dazu schreiben, der Kommentar in der heutigen taz sagt dazu alles, was man in der ersten runde dazu sagen kann. Sonntag war Wahltag auch in Freiburg. Gewählt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sonntag war Wahltag. Nicht nur in Hamburg, wo leider die schwarz-grüne Bildungsreform in einem ihrer Kernpunkte eine herbe Niederlage einstecken mußte. Da muß ich nicht auch noch was dazu schreiben, der <a href="http://www.taz.de/1/nord/hamburg/artikel/1/stillstand-ueberall/">Kommentar in der heutigen taz</a> sagt dazu alles, was man in der ersten runde dazu sagen kann.</p>
<p>Sonntag war Wahltag auch in Freiburg. Gewählt wurde der neue MigrantInnenbeirat der Stadt, ich hatte ja <a href="http://timothy.simms.de/2010/06/22/migrantinnenbeiratswahl-jetzt-ins-wahlerregister-eintragen/">hier</a> auch schon geschrieben, warum das eine wichtige Wahl ist. Für mich selber lief die Wahl etwas schräg ab: Die Registrierung &#8211; hatte ich schon berichtet &#8211; war vollkommen problemlos und sehr bürgerInnenfreundlich. Ich bin um 11 Uhr in mein Wahllokal gegangen &#8211; ich war der achte Wähler an diesem morgen, die Damen und der Herr vom Wahllokal waren richtig froh drüber, mal wieder was zu tun zu haben. Während ich den Stimmzettel ausfülle, dann die Botschaft, ich sei garnicht im Wählerverzeichnis und dürfe nicht wählen. Man habe grade im Wahlamt angerufen. &#8220;Nun&#8221;, sagte ich, auf dieser Wahlbenachrichtung stehe aber, ich sei eingetragen. Man wollte mich schon unverrichteten Wahlakts zum Fahnenbergplatz schicken, doch dann kam ein Rückruf vom Wahlamt. Ich sei wohl doch eingetragen und so durfte ich wählen. In der Tat stand ich auf der Liste, nur war die Liste der registrierten (und nicht automatisch benachrichtigten WählerInnen) eben ganz hinten angeheftet&#8230;</p>
<p>Am Abend dann die Ergebnisverkündung. Ich ging &#8211; so hatte man mir das mitgeteilt &#8211; davon aus, dass so gegen acht Uhr erste Ergebnisse vorliegen. Gedauert es dann bis um 23 Uhr, bis das vorläufige Ergebnis <a href="http://www.freiburg.de/servlet/PB/show/1227043/statistik_infodienst_2010-Mig-Wahl-VORLAEUFIG.pdf">(PDF)</a> mitgeteilt wurde. Eine Verzögerung, die man gerne in Kauf genommen hätte, wenn es denn an der hohen Wahlbeteiligung gelegen hätte. Daran lags leider nicht. Die Wahlbeteiligung ist mit 6,1% ähnlich niedrig wie bei der letzten Wahl (6,4%). Es lag daran, dass enorm viele Briefwahlstimmen abgegeben wurden. Seitens des Wahlamts wurden zwar die AuszählerInnen für die beiden Briefwahlbezirke erhöht, aber offensichtlich nicht in dem Maße, dass eine Ergebnisbekanntgabe zu einer vernünftigen Zeit ermöglicht hätte. So standen wir &#8211; leider war als einziger weiterer Stadtrat nur mein Fraktionskollege Ibrahim Sarialtin zugegen, ansonsten viele KandidatInnen der <a href="http://www.migrantenbeirat-freiburg.de/search/label/Listen">acht Listen</a>, die zur Wahl standen sowie Sozialbürgermeister Ulrich von Kirchbach &#8211; reichlich uninformiert herum.</p>
<p>Das Ergebnis ist durchwachsen. Es ist schade, dass nicht mehr Menschen zur Wahl gingen, eine Steigerung der Wahlbeteiligung hätte dem MigrantInnenbeirat sicherlich mehr Gewicht und Legitimation gegeben. Aber: Das Wetter war gut und im Juli findet in Freiburg so viel statt, dass der Wahlkampf der sehr engagierten Listen für den Beirat leider unterging. Eine der zentralen Informationsveranstaltungen ausgerechnet auf den Halbfinalabend zu legen, war sicherlich auch nicht so gut. Das Wahlergebnis selbst: Positiv ist, dass viele der acht Listen nun auch im Beirat vertreten sind und einige neue Leute mit guten Ideen den Beirat bereichern können. Es kommt nun darauf an, das Engagement der letzten Wochen seitens aller KandidatInnen auch in eine starke politische Stimme seitens des MigrantInnenbeirats umzuwandeln. Ich bin sehr gespannt, wie das mit den Gewählten gelingt, und freue mich schon auf die Zusammenarbeit mit dem neuen MigrantInnenbeirat.</p>
<p>Ansonsten gilt natürlich das, was für alle Wahlen gilt: Man muß sich das Wahlergebnis nochmals genau anschauen und daraus für die nächste Wahl seine Schlüsse ziehen. Erstmalig war bei dieser Wahl auch eine Briefwahl möglich, die sehr gut angenommen wurde &#8211; 39% waren BriefwählerInnen, das sind rund doppelt so viele wie bei den letzten Kommunalwahlen oder bei der OberbürgermeisterInnenwahl. Die Briefwahlergebnisse weichen stark von den Ergebnissen der Wahllokale ab, offenbar wurde von einigen Listen mit Erfolg für die Briefwahl geworben.</p>
<div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a class="tt" href="http://twitter.com/intent/tweet?text=MigrantInnenbeiratswahl%3A+Wie+ich+beinahe+nicht+w%C3%A4hlen+durfte+und+dann+nach+langem+Warten+ein+sehr+durchwa...+http%3A%2F%2Ftimothy.simms.de%2F%3Fp%3D262" title="Post to Twitter"><img class="nothumb" src="http://timothy.simms.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/twitter/de/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a></p></div>]]></content:encoded>
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		<title>Ich auch: Steinmeier</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Aug 2009 10:16:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bundestagswahl 2009]]></category>
		<category><![CDATA[Direktmandat]]></category>
		<category><![CDATA[Frank-Walter Steinmeier]]></category>
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		<category><![CDATA[Johannes Fechner]]></category>
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		<description><![CDATA[Am Dienstag war der Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier in Freiburg. Da ich es schon spannend finde, wie sich der Eindruck einer Person verändert, je nachdem, ob man die Person live erlebt oder nur von der Glotze her kennt, bin ich hingegangen. Ärgerlich: Statt wie angekündigt kurzen Reden ab 19h dauerte es bis weit nach 20h bis [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://timothy.simms.de/wp-content/uploads/2009/08/hannesfreutsich.jpg"><img class="size-full wp-image-144 alignnone" title="hannesfreutsich" src="http://timothy.simms.de/wp-content/uploads/2009/08/hannesfreutsich.jpg" alt="hannesfreutsich" width="450" height="111" /></a><br />
Am Dienstag war der Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier in Freiburg. Da ich es schon spannend finde, wie sich der Eindruck einer Person verändert, je nachdem, ob man die Person live erlebt oder nur von der Glotze her kennt, bin ich hingegangen. Ärgerlich: Statt wie angekündigt kurzen Reden ab 19h dauerte es bis weit nach 20h bis Steinmeier eintraf. Als Pausenfüller spielte die Ray Austin Band weiter und die versammelten SPD-Kandidatinnen der umliegenden Ländereien durften noch kleine politische Reden halten, die großteils unüberzeugend waren &#8211; jedenfalls rhetorisch. Der ziemlich spärlich und selten einsetzende Beifall hat mir das Gefühl gegeben, dass ich nicht der einzige war, dem das so ging.</p>
<p>Ich hatte insbesondere Gernot Erler als besseren Redner in Erinnerung. Der beste Redner des Genossen-Quartetts war noch mein alter Politik-Leistungskurs-Kollege <a href="http://www.johannesfechner.de/">Hannes Fechner</a> (Wahlkreis Emmendingen-Lahr, ganz links auf dem Bildchen).</p>
<p>Und dann kam Steinmeier, der klar der beste Redner dieses Abends war &#8211; was aber wie gesagt nicht allzu schwer war. Schön war die Passage von Angela Merkel als &#8220;Ich-Auch&#8221;-Kanzlerin: Erst  stellte Steinmeier die Politik der Großen Koalition so dar, als sei alles sozial gute und wirtschaftlich sinnvolle der Regierung in den letzten Jahren und insbesondere in der Wirtschaftskrise allein sozialdemokratische Politik gewesen und die Kanzlerin hätte alles nur mit einem &#8220;Ich-Auch&#8221; abgenickt. Und dann beschwor er die Gefahr von Schwarz-Gelb: Denn Angela Merkel würde zu den marktradikalen und unsozialen Positionen der FDP auch nur &#8220;Ich-Auch&#8221; sagen. Das war rhetorisch stark.</p>
<p>Wenn die Kanzlerin wirklich so wäre und das ganze nicht nur schönböse Rhetorik wäre, würde ich mir wirklich Schwarz-Grün wünschen&#8230; Du Auch?</p>
<div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a class="tt" href="http://twitter.com/intent/tweet?text=Ich+auch%3A+Steinmeier+http%3A%2F%2Ftimothy.simms.de%2F%3Fp%3D142" title="Post to Twitter"><img class="nothumb" src="http://timothy.simms.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/twitter/de/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a></p></div>]]></content:encoded>
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		<title>Plakate hängen</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Aug 2009 10:13:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bundestagswahl 2009]]></category>
		<category><![CDATA[Direktmandat]]></category>
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		<category><![CDATA[Grüne]]></category>
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		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Freitag startete die Plakatierung in Freiburg, und unsere Plakate rocken. Von der Gestaltung haben sie mir ohnehin sehr gut gefallen, aber, dass sie im Strassenbild derart gut rüberkommen, das hatte ich eigentlich nicht gedacht. Besonders gut: Die Plakate lassen sich auch gut als Kommentare zu daneben/davor/darunter/darüber hängenden Plakaten der Konkurrenz lesen :-) Bildbeispiele folgen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://timothy.simms.de/wp-content/uploads/2009/08/kerstinimhinterhof.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-136" title="kerstinimhinterhof" src="http://timothy.simms.de/wp-content/uploads/2009/08/kerstinimhinterhof.jpg" alt="kerstinimhinterhof" width="240" height="228" /></a>Am Freitag startete die Plakatierung in Freiburg, und unsere Plakate rocken. Von der Gestaltung haben sie mir ohnehin sehr gut gefallen, aber, dass sie im Strassenbild derart gut rüberkommen, das hatte ich eigentlich nicht gedacht. Besonders gut: Die Plakate lassen sich auch gut als Kommentare zu daneben/davor/darunter/darüber hängenden Plakaten der Konkurrenz lesen :-) Bildbeispiele folgen, beim Plakatieren von 16 bis 01:30 h am Freitag hatte ich alle Hände voll zu tun und kam garnicht zum Fotografieren&#8230;<br />
Auch <a href="http://www.k-wie-kerstin.de">Kerstin</a>s Plakat ist ganz gut geworden, da wir leider keine unaufgezogenen A0-Themenplakate mehr hatten, habe ich für meinen persönlichen Hinterhof-Wahlkampf nun Kerstin ins Fenster gehängt. Kommt gut und bringt hoffentlich neben grünen Zweitstimmen auch  <a href="http://timothy.simms.de/2009/07/21/erststimme-kerstin/">Erststimmen fürs Direktmandat</a>.</p>
<div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a class="tt" href="http://twitter.com/intent/tweet?text=Plakate+h%C3%A4ngen+http%3A%2F%2Ftimothy.simms.de%2F%3Fp%3D132" title="Post to Twitter"><img class="nothumb" src="http://timothy.simms.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/twitter/de/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a></p></div>]]></content:encoded>
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		<title>Die Partei kann richtig lustig sein!</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Jun 2009 17:23:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Sachen zum Lachen]]></category>
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		<description><![CDATA[Richtig amüsiert habe ich mich über den Artikel Völlig Irre! Parteien wollen grün werden. Bitte mehr davon&#8230; (oder hätten wir unseren Kommunalwahlkampf vielleicht auch mal besser mit solchen Beiträgen aufpeppen sollen, statt immer nur die ernste Programmpartei zu geben?)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Richtig amüsiert habe ich mich über den Artikel <a href="http://www.gruene.de/einzelansicht/artikel/parteien-wollen-gruen-werden.html?tx_ttnews%5BbackPid%5D=10&amp;cHash=deb571e8e6">Völlig Irre! Parteien wollen grün werden.</a> Bitte mehr davon&#8230; (oder hätten wir unseren Kommunalwahlkampf vielleicht auch mal besser mit solchen Beiträgen aufpeppen sollen, statt immer nur die ernste Programmpartei zu geben?)</p>
<div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a class="tt" href="http://twitter.com/intent/tweet?text=Die+Partei+kann+richtig+lustig+sein%21+http%3A%2F%2Ftimothy.simms.de%2F%3Fp%3D95" title="Post to Twitter"><img class="nothumb" src="http://timothy.simms.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/twitter/de/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a></p></div>]]></content:encoded>
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