Argumente zur Kommunalwahl 2009

Die Freiburger Grünen wurden in den letzten Jahren aus der Kulturszene kritisiert, weil im Rahmen des konsequenten Haushaltssanierungskurses auch einzelne Kürzungen im Kulturbereich stattfanden. Diese Kritik kann ich gut nachvollziehen. Warum sind aber die Grünen kulturpolitisch für mich die beste Alternative? Das lässt sich rational gut begründen:
Selbst wenn alle »unabhängigen« Listen und die sogenannten Grün-Alternativen ihre Wahlziele erreichen und die SPD sich von ihrem schlechten Wahlergebnis der letzten Wahl erholt, wird es keine kulturpolitische Mehrheiten ohne die GRÜNEN geben. Denn bei allem Schwarzgrün-Ärgern werden oft die Freidemokraten und die »Freien Wähler« übersehen. Mit den Freien Wählern im Dr.Gröger-Zeitalter wird kulturpolitisch kaum etwas zu reissen sein. Wer kulturpolitisch tatsächlich etwas erreichen möchte, der muß die Kulturpolitik innerhalb der GRÜNEN stärken. Wem es bei der Stimmabgabe um die eigene Befindlichkeit geht, der soll KULT wählen. Ob die Kulturliste nun allerdings zwei oder drei Sitze haben wird, ist für die Mehrheitsverhältnisse im Gemeinderat letztlich vollkommen egal. (Update: Die Wahl hat an den Mehrheitsverhältnissen des Gemeinderats kaum etwas geändert. Auch künftig sind die Grünen in der hier beschriebenen strategisch wichtigen Position)

Die Grünen haben zur diesen Wahl ein überzeugendes Wahlprogramm. Mit mir selbst und Tilo Buchholz auf Platz 14 treten zwei Leute aus der Kulturszene auf aussichtsreichen Plätzen an. Also: Kulturpolitisch schlau wählen und am 7. Juni alle 48 Stimmen den Grünen geben. (Update: Leider hats Tilo nicht geschafft – 250 Stimmen mehr und er wäre statt mir Stadtrat geworden.)